Full text : Die private Volksunfallversicherung in Deutschland

38

ausgesetzt  war,  sondern  auch  bei  den  Versicherern  auf  Mißtrauen ­
  und  Widerstand  stieß,  pflegliche  Aufnahme  gab,  worauf
verschiedene  Gesellschaften  folgten.  Heute  sind  es  in  der
Hauptsache  drei  in  Deutschland  arbeitende  Gesellschaften,
die  auf  einen  größeren  Bestand  von  Äbonnentenversicherungs-Verträgen
  bezw.  Anzahl  der  versicherten  Personen  blicken
können,  unter  denen  wiederum  eine,  nämlich  die  „Nürnberger
Lebensversicherungsbank“,  eine  vollkommen  überragende
Stellung  einnimmt.  Auf  sie  entfällt  weitaus  der  Löwenanteil
der  gesamten  in  Kraft  befindlichen  Verträge,  wie  auch  die
Anzahl  der  versicherten  Personen  bei  ihr  am  größten  ist.
Das  Verdienst  dieser  Gesellschaft  muß  umsomehr  hervorgehoben
werden,  als  das  Institut  bei  einer  Einrichtung,  die  so  tief  einschneidend ­
  in  die  die  öffentliche  Meinung  beherrschende  Presse
ein  griff,  natürlich  die  schwersten  Kämpfe  zu  bestehen  hatte.
Alle  diese  Angriffe  vermochten  aber  nicht  die  Lebensfähigkeit
der  Abonnentenversicherung  zu  unterdrücken,  So  hat  sie  sich
heute  zu  einer  im  Versicherungswesen  anerkannten  bedeutenden
Stellung  emporgerungen,  aus  der  sie  zu  verdrängen  wohl  auch
ihre  größten  Gegner  es  aufgegeben  haben.  Sie  ist  eben  in
der  Befriedigung  des  Unfallversicherungsbedürfnisses  der
breiten  Volksmassen  eine  unersetzliche  Einrichtung.
Es  würde  außerhalb  des  Rahmens  dieser  Arbeit  fallen,
alle  Probleme  der  Abonnentenversicherung  einer  Erörterung
zu  unterziehen.  Hier  handelt  es  sich  nur  um  Beleuchtung  jener
Seiten  der  Einrichtung,  die  sie  als  Volks-Unfallversicherung
charakterisieren.  Von  vornherein  scheidet  aus  der  Betrachtung
aus  die  nicht  beaufsichtigte  Abonnenten  Versicherung,  wie  sie
von  den  Verlegern  auf  eigene  Rechnung  und  in  eigenem  Namen
betrieben  wird  und  wofür  der  Konkurrenzkampf  das  Wort  „Wilde
Abonnentenversicherung“  geprägt  hat.  Nur  gestreift  kann
werden  die  Frage  der  Durchführungsform,  ob  nämlich  Versicherung ­
  gegen  feste  Prämie  bei  einer  Gesellschaft  genommen
ist,  diese  somit  das  Risiko  trägt,  oder  nur  die  Gesellschaft
den  Verlag  mit  ihrem  Namen  deckt  und  die  Schadenbehandlung
erledigt,  während  der  Verleger  sämtliche  Entschädigungsleistungen ­
  zuzüglich  eines  Verwaltungskostenbetrages  ersetzt,
welcher  Fall  aber  für  den  Verleger  keine  Versicherung  im
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.