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tieren die Sienesen Safran 1248 nach Accon und Messina * 2 3 4 ).
Auch ein Safrangeschäft, das sie in Marseille selbst abschließen,
ist überliefert 2 ). Auf den Champagner-Messen
spielt besonders die Sienesische Gesellschaft der Tolomei
eine Rolle, deren Vertreter in dem detaillierten Kursbericht,
den er 1265 nach Hause schickt, auch Preise und Aussichten
des Safrans erwähnt“). Florentiner begegnen uns 1297 mit
Safran an der Zollstätte von Aigues-Mortes 4 ), und die
beiden florentmischen Konsuln auf den Champagner-Messen
sind verpflichtet, nach Abschluß der Tuchmesse „examinare
omnes merces Florentie que venduntur ad pondus, et precipue
zafferanum, granam et fricum et alumen“ 5 ).
Auch im späteren Mittelalter, seit 1300 behält der toskanische
Safran seine Handelsbedeutung. Zwar erscheinen
die kleineren Gemeinden nicht mehr als Träger des Auslandhandels.
Ihre Blüte wird durch das Übergewicht von
Florenz und die Bedrückungen der Anjou vernichtet. Schon
1317 klagt San Gimignano, es ziehe kaum noch ein Kaufmann
durch sein Gebiet 6 7 ). Die Krokuskultur besteht aber
fort, ja seit der Vorherrschaft von Florenz ist eher eine Steigerung
zu erwarten, gemäß den wirtschaftlichen Tendenzen
der Florentiner Gesetzgebung, die verschiedentlich Bestimmungen
zum Zweck einer höheren Bodenkultur erließ ’). In
Lucca und Volterra spielt der Anbau im 14. Jahrhundert
noch eine große Rolle. 1346 erläßt Lucca ein scharfes Edikt
gegen den Verkauf von Safran, der nicht vorher einer Schau
vorgelegt worden ist 8 ). Volterra steigert die Strafe auf Sali
L. Blancard: Documents inedits sur le commerce de Marseille.
2 Bd. 1884 f. I. Nr. 230, II. Nr. 627.
2) Blancard I. Nr. 362.
3) A. Schaube: Ein Kursbericht von den Champagner-Messen.
Zeitschr. f. Soz. u. Wirtschaftsgeschichte, V. 1897. S. 248 ff.
4) Giornale storico degli archivi toscani. I. 1857, S. 178.
5) Schaube : Kursbericht S. 254.
6) Davidsohn: Forschungen II. S. 6.
7) R. Pöhlmann: Die Wirtschaftspolitik der Florentiner Renaissance
und das Prinzip der Verkehrsfreiheit. Leipzig 1877 S. 10 f.
8) Salv. Bongi: Bandi Lucchesi del secolo decirnoquarto 1863,
S. 115.