stig. Im April und Mai kommt der Strom der
Ferienreisenden nach der Südschweiz; ebenso werden
die mildesten Orte am Nordfuß der Alpen, Gersau,
Vitznau, Weggis und Montreux für den Früh
lingsaufenthalt bevorzugt. Dagegen tritt für Mon
treux mit der Hitze des Hochsommers die stille
Zeit ein.
Einnahmen In der schweizerischen Hotelindustric ist eine
Summe von rund 800 Mill. Fr. angelegt. Stets
fort werden neue Hotels erstellt, z. T. Prachts
bauten, mit allem erdenklichen großstädtischen Luxus
ausgestattet (so in St. Moritz, Luzern, Jnterlaken,
am obern Genfersee). Der Ertrag des Anlagekapitals
schwankt ganz bedeutend, einerseits nach der Wit
terung und anderseits nach den wirtschaftlichen und
politischen Verhältnissen der Länder, die uns die
Hauptzahl der Besucher senden. Durchschnittlich ver
zinst sich das Kapital zu 4,7 o/o. überdies kommen
dem Land die beträchtlichen Summen zugute, die
von den Fremden außerhalb des Gasthofes ausgelegt
werden, wie z. B. für Benutzung der Eisenbahnen,
der Dampfschiffe, der Fuhrwerke, der Tragtiere;
ferner für Post und Telegraphen, als Entlöhnung
der Führer und Träger, sowie für Schmuck, Klei
dung, Reiseandenken usw. Kommen auch die Ein
nahmen dem ganzen Lande zu gut, so ist doch vor
allem das Alpcnland daran interessiert. Hier ist der
»^Fr-md-n Fremdenverkehr zu einer eigentlichen Industrie ge-
»eriehr» morden, die an Bedeutung hinter keinem der großen
Erwerbszweige zurücksteht. In dem an Hülssmit
teln armen Bergland ist dank des Fremdenbesuchs
ein gewisser Wohlstand eingezogen. Er begünstigt
überdies die landwirtschaftliche Produktion und ein
zelne Industrien, die an den Fremdenplätzcn einen
Teil ihrer Fabrikate absetzen, wie Uhren, Bi
jouterien, Seide, Stickereien, Holzschnitzereien,
Schokolade.-