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ununterbrochene Flüche über Täler und Höhen hinweg.
In den Alpen ist der Talgrund mit den seitlichen
Halden der Schauplatz des menschlichen
Lebens. Als schmaler Streifen zieht sich das von
Menschen besiedelte Gebiet den Talverästelungen
folgend ins Gebirge hinein. Die kahlen oder vereisten
Bergkämme überragen und umschließen als
lebens- und verkehrsfeindlicher Saum die Wohnfläche
des Tales. Durch den Gebirgsrahmen von
den benachbarten Landschaften getrennt schließen sich
die Talbewohner zu gemeinschaftlicher Arbeit, zu
eigener Art und Geschichte zusammen; als bekannteste
Beispiele können die Täler von Glarus, Uri
und das Wallis gelten.
Wohl erscheint die Volkszahl des Alpenlandes,
auf die ganze Flüche verteilt, gering. Berechnet
man sie aber, wie es einzig der Wirklichkeit entspricht,
auf die schmalen bewohnten Zonen, so
kommt man zu einem ganz anderen Ergebnis. Die
Alpentäler gehören zu den dicht bewohnten Teilen
der Schweiz. In Rücksicht auf die geringen Hilfsmittel,
die der Boden zu bieten vermag, sind einzelne
unter ihnen geradezu übervölkert.
V o l k s z u w a ch s. Seit dem Jahre 1850 ist
die Bevölkerung der Schweiz von 2 393 000 auf die
oben genannte Zahl oder um 56 o/o angewachsen.
Seit 1888 beträgt die jährliche Zunahme über
1 °/o, was vorher nicht vorgekommen war. Das
rührt vorwiegend vom Uberschuß der Geburten über
die Sterblichkeit, zum geringen Teil auch vom Überwiegen
der Einwanderung gegenüber der Auswanderung
her. Der Bevölkerungszuwachs ist in den
Städten und den industriellen Bezirken am größten
; in den landwirtschaftlichen Bezirken nimmt die
Vvlkszahl nur langsam zu, besonders in Lagen
abseits des Verkehrs; stellenweise geht sie sogar
zurück. So ist z. B. seit 1850 die Bevölkerung
in den Alpen
Lotksiuwachs