Full text: Die Schweiz

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Ein 
wanderung 
Nationalität 
den; die gewiß nicht geringe Zahl aller übrigen 
kann nicht festgestellt werden. Im Jahre 1910 wan 
derten 5178 Personen nach überseeischen Ländern 
aus, wovon 4 / 5 , meist als Farmer, nach den Ver 
einigten Staaten; die andern wandten sich nach Ar 
gentinien (besonders aus der Südschweiz), Kanada, 
Brasilien. Vor 20 Jahren wurden noch doppelt 
so viele Auswanderer gezählt wie heute. 
Einwanderung. Für die Ausgewanderten 
findet sich ein der Zahl nach mehr als ausreichen 
der Ersatz in den zuwandernden Ausländern. Zum 
weitaus überwiegenden Teil führt sie der Erwerb 
über die Grenze herein; andere studieren an den 
Hochschulen oder suchen als politische Flüchtlinge 
in der Schweiz ein Asyl. Im Jahrzehnt 1901! 
bis 1910 überstieg die Zahl der Zugewanderten 
die der Auswanderer um 71500. Nahezu die Hälfte 
der Fremden sind Angehörige des deutschen Reichs; 
auch darin machen sich, wie beim Handel, die engen 
Beziehungen der Schweiz zum nördlichen Nachbar 
land geltend. Dann folgen der Zahl nach Italiener, 
Franzosen und Österreicher. Die Engländer und 
Russen treten gegenüber den Bürgern der Nach 
barstaaten zurück. 
Den Italienern liegt der Eisenbahn- und Tun 
nelbau ob; als Erdarbeiter und Maurer finden 
sie überall Verdienst; naturgemäß suchen sie die 
Orte mit reger Bautätigkeit auf. Viele Italiener 
sind Saisonarbeiter, die im Winter gleich den Tes- 
siner Arbeitern in die Heimat zurückkehren. Die 
Deutschen bewohnen als Kaufleute, Dekorations 
arbeiter, Schriftsetzer, als Arbeiter in der Seiden- 
und in der chemischen Industrie vorwiegend die 
Städte der Nordschweiz, Basel und Zürich. Die 
Österreicher bevorzugen Zürich und St. Gallen, 
und die Franzosen sind in den westschweizerischen 
Städten, vor allem in Genf, stark vertreten. Dw
	        
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