Full text: Die Schweiz

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Verzasca - 
unb MagFia 
gebiet 
von Osvgna ist einer der größten Steinbrüche in 
Betrieb. Bei Arb cd o nimmt der Tessin die Mossa 
aus dem Misox auf und wendet sich dann, west 
wärts umbiegend, auf immer breiter werdender Tal 
sohle dem Langensee zu. Von Giornico an beglei 
ten Waldstreifen von Pappeln, Weiden und Erlen 
den Fluß auf dem verwilderten und oft über- 
schwemlnten Talboden stundenweit bis zur Mün 
düng in den Sec. Am Ausgang der Talstreckc 
der Riviera zum langgestreckten Telia des Tessins 
liegt die kleine Hauptstadt Bellinzona 10406 
E., überragt von drei Hügeln, ans denen die Burgen 
„Uri", „Schwyz" und „Unterwalden", nach der 
ehemaligen Herrschaft der drei Orte benannt, den 
Zugang znin Gotthard bewachen. Die vom Tessin 
früher oft verheerte, gestrüppbewachsene Ebene 
unterhalb Bellinzona kann jetzt nach den Korrek 
tionsarbeiten allmählich zu Kulturland umgewan 
delt werden. Aus den Tessincr Alpen treten die 
reich verästelten, steilen Täler der Verzasca und 
Maggia durch Schluchten zum Langensee hinaus. 
Als reißende Wildwasser schleppen sie bei Sturz 
regen gewaltige Schuttmassen talanswärts; die 
Maggia hat ein halbkreisförmiges, strauchbedecktes 
Kiesdelta in den See vorgeschoben und wird einst den 
obersten Teil des Sees abtrennen, wie es durch die 
Adda aus dem Veltlin am obern Comersee bereits ge 
schehen ist. Hanptorte des landschaftlich reizvollen 
Maggiatales sind Cevio und Bignasco. In 
einem engen, felsigen Seitental liegt der deutsche 
Ort B o s c o, der allmählich der Verwelschung ent 
gegengeht. Durch das Tal von Centovalli führt die 
Straße nach Domodossola hinüber. In milder, nebel 
freier Lage und durch die größte Zahl sonniger 
Tage ausgezeichnet, lehnt sich das alte Städtchen 
Locarno an das Seeufer, immer mehr als Kur 
ort für den Winter- oder Frühlingsaufenthalt be
	        
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