Full text: Die Schweiz

mit Bundeshilfe durch eine kunstvolle Straße den 
engern Anschluß an das schweizerische Engadin. 
Ratursch.'d Der Schweizerische Bund für Naturschutz hat in 
der Gebirgswelt des Unterengabins zwischen den Ge 
meinden Scanfs, Zernetz und Schuls ein Schutzgebiet 
(Reservation) für alle Pflanzen und Tiere angelegt, 
hinfort als Schweizerischer Nationalpark gelten 
Nationalpark soll. Das Schutzgebiet ist dazu bestimmt, die durch 
den Fremdenverkehr und durch die Industrie bedrohte 
Naturwelt vor Vernichtung zu bewahre»! hier sollen 
sich die Pflanzen und Tiere wieder so einleben und ent 
wickeln können, wie vor der Zeit, da der Mensch 
in rücksichtslosem Eigennutz anfing, die Natur nach 
seinen Bedürfnissen umzugestalten und zu verwüsten. 
Die Gegend des Ofenpasses eignet sich vortrefflich 
als Nationalpark. Sie ist von großer landschaftlicher 
Schönheit, reich bewaldet, einsain und wenig zugäng 
lich! sie beherbergt eine reiche Pflanzen- und Tierwelt! 
hier hat der Bär eine letzte Zufluchtsstätte gefun 
den. Durch ein Verbot der Jagd, des Weidganges und 
des Holzschlages soll die sich selbst überlassene Statur 
von jeder Zerstörung durch Menschenhand verschont 
bleiben. Bereits ist das einsame Val Cluoza, das 
vom Piz Quatervals nach Zernetz hinunterzieht und 
ein Teil des Scarltales als Reservation gesichert; später 
soll sie durch ein italienisches Schutzgebiet nach Süden 
hin vergrößert werden. 
Der Bund für Naturschutz hat sich überdies bereits 
mit Erfolg bemüht, die erratischen Blöcke als ehrwür 
dige Naturdenkmäler vor der Zerstörung zu retten 
und die Alpenpflanzen vor der Ausrottung durch die 
Scharen der einheimischen und fremden Besucher zu 
bewahren. 
Die Täler ain Südabsall der Alpen senken sich 
meist stufenförmig in steilem Absturz von den Alp 
weiden der Paßhöhe zu den Kastanienwäldern, Wein 
bergen und Fruchtgärten an ihrem Südausgang. Im
	        
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