Nordwand in der steilen, wilden Schöllenenschlucht,
in der die Straße sich durch den Felsentunnel des ’ oiheH s :
Urnerloches und über die kühngewölbte Teufelsbrücke
nach Göschenen, am Ausgang des Gotthardtunnels,
hinunterwindet. Hier mündet das
schenental, dessen Verzweigungen sich zu den Eis- .
selbem des Dammastockes 3638 in und der Sustenhörner
3511 ni hinauf verlieren. Unterhalb Göschenen
senkt sich das tief eingeschnittene Reußtal
wiederum in mächtiger Stufe, die von der Gotthardbahn
bei Waffen in einer kunstvollen Doppelschleife
überwunden wird. An dem gestuften Ausgang
des Meientales bei Massen vereinigt sich der
Sustenpaß vom bernischen Haslital her mit der
Gotthardstraße. Massen und Gurtnellen sind die
Hauptplätze der Granitindustrie im Reußtale. Bei
Am st eg tritt die Reuß auf den flachen Talboden
hinaus, der mit dem eintönigen Delta am Südzipfel
des Vierwaldstättersees bei Flüelen ab- m
schließt. Bei Amsteg öffnet sich das Maderanertal,
dessen Hintergründe am Oberalpstock 3330 m und
am Claridenstock 3264 in liegen. Die prachtvoll geformte
Pyramide des Bristenstockes scheint, vom
See her gesehen, das Reußtal abzusperren. Talauswärts
folgen Silenen, Erstfeld und, dem
Fuß des Urirotstocks 2932 m gegenüber, der Hauptort
A l t d o r f mit 3800 Einw. Durch das Schächental
mit Bürglen gewinnt die Klausenstraße
dre Paßhöhe von 1952 in und über den Urners'oben
das Glarner Linthtal. Die Umgebung von
Ältdorf steht unter der Wirkung des Föhns, der
weit reußaufwärts das Obst reifen läßt, aber auch
auf dem Urnersee gefährliche Stürme entfacht. Die
stellen Trogwände des Urnersees sperrten früher
den Landweg aus dem Reußtal ab. Heute erzwingen
stch am Ostufer die berühmte Axenstraße in den
Felsgallerien und die Gotthardbahn in einer lan-Fltukiger.
Schweiz
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