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pen; die Talstrecke Seez-Walenscc trennt die Bergketten
des Saurenstockes und der Grauen Hörner
von der Churfirsten-Alvierkette, an deren Nordsuß
der Paßübergang von Wildhaus und das oberste
Talstück der Thur den Säntis als isoliertes, ins
Hügelland vorgeschobenes Gebirge erscheinen lassen.
Diese Höhenzüge halten eine Anzahl natürlich umgrenzter
Landschaften auseinander: Das Seez-Walenseetal
mit den vom Nordalpenkamm herabsteigcnden
Seitentälern (Sarganserland); den Anteil
an der Linthebene (Gaster) und den Seebezirk von
Rapperswil; das Tal der Thur oder Toggenbnrg:
das Hügelland des nördlichen Kantonsteils in der
Umgebung der Hauptstadt (Fürstenland oder alte
Landschaft); das Rheintal. Rings von St. Galler
Boden umschlossen liegt ini Säntis und an dessen
Nordfuß der Kanton Appenzell.
Wie nach der wechselvollen Bodengestalt zu erwarten
ist, besiedeln die 301100 Einwohner die
Fläche des Landes sehr ungleich dicht. Stark bewohnt
sind die Industrielandschaften im Norden,
das Toggenbnrg und die Tiefenzvne Seez-Rheintal,
gegenüber den höher gelegenen Teilen des St. Galler
Oberlandes mit einer geringen Volksdichte. Die
Vielgestaltigkeit des Landes spiegelt sich in den
Politischen und religiösen Verhältnissen. In buntem
Wechsel lösen sich die Gebiete der beiden Konfessionen
ab; das Sarganserland, Gasler und das
Fürstenland sind vorwiegend katholisch, das Rheintal
vorwiegend protestantisch, und in den übrigen
Teilen halten sich die beiden religiösen Parteien
ungefähr die Wage.
Die tiefe, geräumige Talfurche der Seez und s»»
des Walensees verbindet in ungefähr ostwestlicher "' J
Richtung die Täler des Rheins und der Linth.
Sic leitet vom Zürichsce her die Verkehrswege rhcinaufwärts
nach Graubünden, rhcinabwärts nach Vor