Full text : Die Schweiz

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Randkette  über,  die  hvch  über  der  Rheinebene  zum
Hohen  Kasten  und  Kamor  ansteigt.  Die  Molasscrücken
  des  Vorlandes  erheben  sich  im  Gäbris  zu
1250  m.
Am  Ende  des  Reformationsjahrhunderts  vollzog
sich  im  Appenzell  die  religiöse  und  politische  Teilung
  in  die  Halbkautone  Inner-  und  Außer-Rhoden,
  jenes  mit  katholischer,  dieses  mit  protestantischer
Bevölkerung  (14  600  und  57  700  Einwohner).  Das
Appenzeller  Hügelland  gehört  zu  den  stärkst  bewohnten ­
  Gebieten  der  Schweiz.  Der  selten  von  Äckern
unterbrochene  grüne  Wiesengrund  unterhält  einen
reichen  Viehstand,  dessen  Besorgung  allenthalben
neben  der  Jndustricarbeit  einhergeht.  Die  Maschinensticker ­
  Außer-Rhodens  und  die  Handstickerinnen
Inner-Rhodens  arbeiten  im  Dienste  St.  Gallens,
das  von  jeher  für  das  Appenzell  Marktort  und
wirtschaftlicher  Mittelpunkt  war.  Die  Appenzeller
sind  ein  geistig  regsames  Volk  von  starkem  Unabhängigkeitssmn,
  das  auch  in  den  Zeiten  industrieller
Krisen  seinen  fröhlichen  Lebensmut  und  den  sprichwörtlich ­
  geworden  Witz  nicht  einbüßt.
Inner-  Hauptort  und  einzige  größere  Siedlung  Jnner-Rh°d-n
  Mtzopxns  ist  Appenzell  (5100  Einwohner),  in
prächtig  grüner  Talmulde  an  der  Sitter,  der  Mittelpunkt ­
  zahlreicher  Kurorte,  wie  Gontenbad,  Jakobsbad ­
  und  Weißbad.  Hoch  über  dem  Seealpsee  steht  an
jäher  Felswand  das  Wildkirchli,  in  dessen  Höhlengewölbe ­
  die  ältesten  Spuren  der  Menschen  in  der
Schweiz  aufgedeckt  wurden;  durch  eine  Felskluft
im  Verzinnern  steigt  man  zur  aussichtsreichen  Ebenalp ­
  empor.
Kh\ a  Außer-Rhoden  ist  ungewöhnlich  reich  an  stattlichen ­
  Ortschaften.  Im  westlichen  Teil  des  Landes
liegt  der  Hauptort  H  e  r  i  s  a  u  (15  300  Einwohner),
an  der  Bahn,  die  über  U  r  n  ä  s  ch  im  Hintergrund
des  gleichnamigen  Tales  nach  Appenzell  hinauf-
            
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