Object: Das Gemüse in der Kriegswirtschaft

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c bewirtschaftenden Stelle käuflich liefern und auf Abruf der- 
wn mußten. Gegen widerstrebende Besitzer war auch eine Ent- 
gnungs Möglichkeit gegeben. Die bewirtschaftenden 
Zellen hatten alle Ware, die sie auf diese Weise in die Hand be- 
Pen, an die Neichsstelle zu melden, der das Bestimmungsrecht 
-.ruber zustand, ob und inwieweit sie zum Frischverbrauche inner- 
Ib des Bezirks der bewirtschaftenden Stelle verwendet werden 
U'fte, an verarbeitende Betriebe zu liefern oder Bedarfsstellen 
anderen Neichsteilen zuzuführen war. 
Das Ergebnis dieser Maßnahmen hat befriedigt. Von der 
anächtigung, diese Absatzregelung und Zwangserfassung durch 
führen, wurde in großem Umfange in fast allen 
-eilen des Reiches Gebrauch g e m a ch t. Für K o h l - 
!ben und Runkelrüben wurde sie schließlich auf An- 
dnung der Reichsstelle überall eingeführt, da hier große Än 
derungen zur Deckung des Bedarfs für das Heer, für die 
arnieladenfabrikation (Runkelrüben als Streckungsmittel), für 
Kaffee-Ersatz-Jndustrie, die Sauerkrautfabriken und schließlich, 
eit Kohlrüben in Frage kommen, auch der großen Städte, die 
in frischem Zustande als Gemüse-Ersatz brauchten, vorlagen, 
sind auf diese Weise große Mengen von Gemüse erfaßt und in 
'^entsprechender Weise verteilt worden. Die mit dieser 
-gelang gegebene Übersicht hat auch wesentlich dazu beigetragen, 
e glatte Abwickelung der Lieferungsverträge zu gewährleisten 
>d die Preisbildung durch Zurückdrängung des Schleichhandels 
beeinflussen. 
5. Das Wirtschaftsjahr 1918. 
Die Erfahrungen des Jahres 1917 haben gezeigt, daß die 
kundlagen der Bewirtschaftung durch die Neichsstelle sich bewährt 
ben. Das soll nicht bedeuten, daß sich der Verkehr mit Gemüse 
td die Versorgung der Bevölkerung damit allenthalben klaglos 
sitaltet hätte. Bei den Schwierigkeiten, die dieses Gebiet der 
ahrungsmittelwirtschaft bietet, und die sich mit der Dauer deZ 
kieges naturgemäß steigern mußten, kann das erstrebenswerte 
-el der Arbeit der Reichsstelle für Gemüse und Obst nur das sein, 
trägliche Zustände zu schaffen. Es ist unmöglich, daß jeder die 
'enge an Gemüse, die er wünscht, dasjenige Gemüse oder Gemüfe- 
kzeugnis, dem er den Vorzug vor anderen gibt, zu eineni an 
h erwünschten niedrigen Preise erhält; dazu ist der Bedarf zu 
ins Ungcmessene gestiegen, die Steigerung der Erzeugung 
ihm, durch die Kriegsverhältnisse bedingt, nicht folgen können.
	        
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