Full text : Die Schweiz

183

biet  umfaßt  den  Randen  und  das  Klettgau.  Das
Plateau  des  Randen  ist  ein  Teil  des  Tafeljura;
es  fällt  im  Westen  schroff  zum  Tal  der  Wutach  ab,
in  dem  eine  Strecke  weit  die  Grenze  verläuft;  im
Süden  stößt  es  an  die  breite  Talsläche  des  Klettgaus
  und  im  Osten  an  das  Senkungsfeld  des  Hegaus, ­
  aus  dein  wie  Pfropfen  eine  Doppelreihe  verwitterter ­
  Vulkane  (Hohentwiel)  auftauchen.  Der
Randen  wird  durch  steilwandige  Flußtäler  und  ihre
Verzweigungen  in  zahlreiche  cbenflächige  Riemen
zerlegt.  Die  zerklüftete  Katksteinunterlage  läßt  das
Wasser  rasch  einsickern  und  bietet  dem  Bodenbau
eine  magere  Ackererde;  überdies  ist  das  Plateau,
in  rund  900  m  Meereshöhe,  windig  und  rauh.
So  bleibt  die  Hochfläche  besser  den  ausgedehnten
Waldungen  überlassen;  die  spärliche  Bevölkerung
hat  sich  hier  in  Einzelhöfen  und  kleinen  Dörfern
niedergelassen,  die  bei  der  allgemeinen  Trockenheit
des  Kalkbodens  zum  Teil  in  kostspieligen  Anlagen
das  Trinkwasser  zuleiten  müssen.  Das  alte  Flußtal ­
  des  Klettgaus  öffnet  sich  vom  Rhein  her  durch
eine  Enge  und  gewinnt  nach  Westen  zwischen  den
auseinandertretenden  Gehängen  an  Breite.  In  den
windgeschntzten,  sonnigen  Lagen  am  Fuß  des  Randen ­
  reift  ein  vortrefflicher  Wein.  Die  fruchtbaren
Niederungen  des  Klettgaus  und  des  Rheintals  werden ­
  von  dem  Hauptteil  der  Bevölkerung  bewohnt.
Der  Rhein  fließt  von  Osten  her  auf  den  Eingang  des
Klettgaus  und  den  Abfall  der  Juratafel  zu  und  biegt
hier  nach  Süden  ab.  Er  fand  nach  der  Eiszeit  nicht
überall  das  verschüttete  Bett  wieder  auf,  trat  unterhalb ­
  der  Umbiegungsstelle  aus  eine  Kalkbank  und
stürzt  nun  in  dem  imposanten,  24  m  hohen  Rheinfall
  zu  dem  ehemaligen  Flußlauf  hinunter.  Der
Rheinfall  gehörte  früher  mehr  als  heute  zu  den  berühmtesten ­
  und  meist  besuchten  Naturwundern  unseres ­
  Landes.  Flußabwärts  beschreibt  der  Rhein

Randen

Älettgau

Nheintal
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.