185
Rhein bei der Stadt Schaffhausen und von der
das Toggenburg im Westen abschließenden Hörnli-
kette bis zum Grat der Lägern. Er umfaßt ein
mechselvolles Hügelland, das im Südosten die be
deutendsten Höhen aufweist, im Nordwesten gegen
die Rheinlinie dagegen in langgezogene flache Rill
ten ausläuft; darin sind die nordwestlich oder ivest-
lich verlaufenden Täler der Sihl, des Zürichsees
und der Limmat, der Glatt, Töß und Thur ein
gelagert. Sind die höheren und rauhen Lagen
meist mit Wald verhüllt, so dient das Flachland
einer intensiven Landwirtschaft. Der Reichtum an
Wiesen unterhält einen ansehnlichen Viehstand;
allenthalben sind die Dörfer in Obstbaunnväldern
fast versteckt; an sonnigen Halden bleibt der Boden
dem Weinbau überlassen. In weitem Umkreis be
günstigt der große Bedarf der Stadt Zürich die
Gewinnung von Lebensmitteln. Für den Volkswohl
stand sind aber von weit größerer Bedeutung die
Industrien, die in der Hauptstadt und in einzelnen
Landschaften ihren Sitz aufgeschlagen haben; allen
voran steht die Seidenspinnerei und -Weberei; ein
zelne Orte blühen durch Maschinenbau, und im
Osten greift die St. Galler Baunrwollindustrie in
die Zürcher Seidenbezirke über. Dank der starken
industriellen Tätigkeit und der zahlreichen Erwerbs
gelegenheiten überhaupt gehört der Kanton Zürich
mit 500 700 Einwohnern (vorwiegend protestan
tischer Konfession) zu den dichtest bevölkerten Tei
len der Schweiz.
Das Kernstück des Landes besteht aus der Tal
mulde des Zürichsees und der Limmat. Der Zü-
richsec spiegelt in langgestreckter und verhältnis
mäßig schmaler Wasserfläche eine anmutige Ufer-
landschaft; das oberste Drittel, der Obersee, wird
durch einen Moränenwall des eiszeitlichen Linth
-gletschers (Halbinsel von Hürden) fast ganz vom
Erwerb
«olk
Zurichte
un»