Full text : Die Schweiz

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Vitznau  und  Weggis.  Es  wird  im  Nordosten  durch
die  Wand  des  Zugerberges  geschützt,  dessen  Hochsläche
  neuerdings  als  Sommerfrische  und  Wintersportplatz ­
  einen  lebhaften  Besuch  erhält.  Am  untern
Ende  des  Sees  erscheint  die  altertümliche  Hauptstadt ­
  Zug  8000  E.,  von  Rutschungen  des  Ufers
wiederholt,  das  letzte  Mal  im  Jahre  1887,  heimgesucht. ­
  Wo  die  Lorze  aus  der  Bergschlucht  ins
Flachland  hinaustritt,  liegt  der  große  Ort  Baar
am  mande  des  Baarer  Bodens,  den  ein  Wald  von
Obstbäumen  verhüllt.  In  der  Ebene  und  hoch  oben
an  den  Halden  des  Zugerberges  bringen  die  Kirschbäume ­
  reiche  Ernten;  das  Zuger  Kirschwasser
gehört  zu  den  geschätztesten  Landesprodukten.  Reich
an  Obst  ist.  auch  die  Reußebene,  zumeist  ein  fruchtbares ­
  Acker-  und  Wiesenland,  strichweise  dagegen
von  Streuewiesen  eingenommen.  Am  Ausfluß  der
Lorze  ans  dem  Zugersee  ist  Cham  durch  die
große  Milchsiederei  zu  einem  industriellen  Mittelpunkte ­
  geworden.
War  früher  der  Kanton  Zug  ein  ausgesprochenes ­
  Bauernland,  so  beschäftigt  heute  die  Industrie ­
  schon  nahezu  die  Hälfte  der  Arbeitskräfte;
im  besondern  sind  die  Spinnereien  des  Lorzetales,
in  Baar  und  Ägeri,  zu  erwähnen.  Mit  28000
Einwohnern  vorwiegend  katholischer  Konfession  steht
Zug  noch  über  der  Volkszahl  des  viereinhalbmäl
so  großen  Alpenkantons  Uri.

Luzern.
Neben  den  drei  Urkantonen  Uri,  Schwyz  und
Unterwalden  umfaßt  Luzern,  als  letzte  der  vier
„Waldstätte",  einen  Teil  des  gleichnamigen  Sees.
Der  Bereich  des  Kantons  geht  von  den  Voralpen-'
            
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