Full text: Die Schweiz

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gipfeln des Pilatus und des Brienzergrates nord 
wärts in die Täler des Mittellandes hinaus, stel 
lenweise bis nahe an die breite Bodenfurche des 
Aaretales, und erstreckt sich anderseits vom Linden 
berg bis auf die Höhen des Napf. 
Zwischen dem untern Ende des Vierwaldstätter 
sees und dem Brienzersee erhebt sich als Randzone 
der Alpen die kühn geformte Berggruppe des Pi 
latus, des Feuersteins, der Schrattenfluh und des 
Brienzer Rothorns, auf der die Grenze gegen Ob 
walden verläuft. Vom Rothorn kommen die Quell 
bäche der Kleinen Emme, die zuerst nordöstlich dem 
Fuß des Napf entlang und dann mit scharfer Um 
biegung nach Osten das stark hügelige Wiesenland 
des Entlebuch durchfließt; sie mündet in die Rcuß 
nahe an deren Ausfluß aus dem Vierwaldstätter 
see und überträgt dem größern Gewässer ihre bis 
herige Richtung. Das Entlebuch wird als gut ab 
gegrenzte Landschaft von einer in LebenÄveise und 
Sitte eigenartigen Bauernbevölkerung bewohnt. All 
jährlich finden noch in Flühli zu oberst im Tal 
der Kleinen Emme Schwing- und Älplerfeste statt, wo 
sich die Entlebucher mit den Schwingern aus Unter 
walden, dem Berner Oberland und dem Emmen 
tal messen. Das stattliche Dorf E s ch o l z m a t t 
liegt in 850 in Höhe auf der Talwasserscheide zwi 
schen der Kleinen Emme und der Jlfis, die der Großen 
Emme zueilt. Diese Stelle wird von der Bahnlinie 
Bern-Luzern als bequemer Übergang benutzt. An 
der Talsohle des Entlebuches folgen sich die Dörfer 
S ch ü p f h e i m, Entlebuch und W o l h u s e n, 
wo alle Straßenzüge vom Aaretal her einmünden 
und über Malters und Litt au nach Luzern 
weiterleiten. 
Zwischen der Reuß, die von der Emmemündung 
an nordostwärts der breiten Talfurche des Zuger 
sees und der Lorze zustrebt, und dem Küßnachter Arni 
Alürtiger, Schwei; 13 
Entlebuch
	        
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