läufer, bic Lägernkctte, jenseits bor 1'inmuxt ins
Zürcher Mittelland vordringt. Gegenüber dem Iura
der Westschweiz sind hier die Falten so niedrig
(Wasserfluh bei Aarau 869 in), baß der Verkehr
über ihre Einsattelungen hinweg keinen großen
Schwierigkeiten begegnet. Nördlich der Ketten setzt
sich das Gebirge als Tafeljura gegen den Rhein
hin fort, vom Fricktal und seinen Verzweigungen
in einzelne Rücken und Plateauslächen zerteilt. Wie
der Schaffhauser Randen, so ist auch der Aargauer
Jura mit großen Waldflächen bekleidet.
Neben der Landwirtschaft und dem Obstbau,
der in den tiefen Lagen der Mittellandtäler und
im Fricktal vorzügliche Bedingungen findet, sind im
Aargau verschiedene Industrien verbreitet, jo die
Strohflechterei, die Zigarrenfabrikation, die Seidenweberei
im Dienste von Zürich und Basel, vielfach
als Hausarbeit betrieben, und durch daS ganze
Aaretal hinauf die Baumwollindustrie; das alles
sichert den Bewohnern mannigfaltige Erwerbsgelegenheiten.
Der Kanton Aargau zählt eine zur
Mehrheit protestantische Bevölkerung von 229 900
Seelen; größere katholische Gebiete sind das Freiamt
(Täler der Reuß und der Bünz) und das
Fricktal.
Im Wiggertal liegt das Städtchen Z o f i n g e n,
nahe dem Talausgang zur Aare bei A a r b u r g,
dessen Altstadt und Schloß auf weitschaueudem,
untertunneltem Felsen ain Eingang des Aarequertales
durch einen abgeirrten Jurasporn steht. Zum
Tal der untern Suhr gehören die Dörfer Schöftland,
Kölliken, Entfelden und Suhr,
nahe der Einmündung der Wynen in das gleichnamige
Flüßchen.
Das Wynental ist der Sitz der aargauischen
Tabakindustrie. Sie ist vielerorts als Hausindustrie
ein Nebenverdienst zur Landwirtschaft und nimmt
Orte an
Wigger und
Sulßr
Wynental