Full text : Die Schweiz

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babci  nicht  selten  über  Gebühr  die  Kinderarbeit  in
Anspruch.  Neuerdings  findet  ein  ansehnlicher  Zuzug ­
  italienischer  Arbeiterinnen  nach  diesem  kleinen
Industriegebiet  statt.  Die  Hauptorte  für  Tabakund
  Zigarrenfabrikation  sind  R  e  i  n  a  ch  und
Kulm;  talauswärts  folgt  Gränichen.
Die  Landwirtschaft  des  untern  Aa-  oder  Seetalcs
  wurde  durch  die  beiden  Konservenfabriken  von
Lenzburg  und  Seon  zum  Gemüsebau  im
Großen  angeregt,  der  einzelne  Stellen  in  der  Umgebung ­
  der  beiden  Orte  als  ausgedehntes  Gartenland ­
  erscheinen  läßt.  Lenzburg,  an»  Fuß  eines
Felshügels,  der  das  alte  Schloß  der  Grasen  von
Lenzburg  trägt,  ist  zuin  Eisenbahnknoten  geworden.
Hier  zieht  die  Seetalbahn  südwärts  nach  Luzern:
am  Ufer  des  Hallwilersees  berührt  sie  B  e  i  n  w  i  l,
das  sich  an  der  Tabakindustrie  des  Wynentales
seinen  Anteil  gesichert  hat.
Jenseits  des  Lindenbergs  geht  das  Freiamt  der  smnmt
Bünz  und  der  Reuß  entlang  weit  nach  Süden
bis  nahe  an  den  Zugersee.  Die  Reuß  fließt  auf
flachem,  zun»  Teil  versumpftem,  gestrüpp-  und  schilfreichem ­
  Talboden  und  bildet  in  seinem  untern  Teil
eine  Reihe  von  Schlingen.  Im  Freiamt  beschäftigt
die  Strohflechterci  zahlreiche  Arbeitskräfte,  vorwiegend ­
  in  der  Hausindustrie;  ihr  Marktort  ist
das  große  Dorf  Wahlen;  an  der  obern  Bünz
liegt  Muri.  Die  Brückenstädtchen  an  der  Reuß,
Bremgarten  und  Mellingen,  haben  im
Zeitalter  der  Eisenbahnen  viel  von  ihrer  frühern
Bedeutung  verloren.
Im  Äaretal  ist  Aarau  mit  9500Einwohnern  »««tm
die  industriereiche  Hauptstadt;  ihre  Fabriken  liefern ­
  u.  a.  Präzisionsinstrumente.  Bei  Wild  egg
zweigt  die  Seetalbahn  nach  Lenzburg  ab.  Das
Schloß  Wildegg  beherrscht  den  Eingang  zur  Talverengerung, ­
  in  der  das  Bad  S  ch  i  n  z  n  a  ch  liegt,
            
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