Full text: Die Schweiz

201 
der Hauptvrt, durch die Bergstraße der Staffelegg 
mit Aarau verbunden. In den tiefen Lagen reift 
das Obst etwas früher als im Mittclland; so findet 
der Hauptteil der ansehnlichen Kirschenernte auf 
den Märkten des Mittellandes als Frühobst guten 
Absatz; eine geringere Menge dient zur Herstellung 
des Kirschwassers. 
Einst bildeten die badischen Städtchen Sät- 
kingen gegenüber dem Ausgang des Fricktales 
und Waldshut gegenüber der Äaremündung mit 
den beiden linksrheinischen Städtchen Laufen- 
b u r g und Rheinfelden den Bund der „vier 
Waldstätte am Rhein". Der Rhein zieht von der 
Äaremündung an in einem breiten Tal als Grenz-- 
fluß westwärts, bisweilen durch Felsbarrieren ein 
geengt, die das Wasser in Strudeln und Strom- 
schnellen durchbricht. Der „Laufen" von Laufen 
burg, die schönste dieser Stromschnellen, ist jetzt 
dem modernen Kraftwerk dieses Ortes geopfert wor 
den, wie denn überhaupt Rhein und Aare in diesem 
Gebiet eine reiche Ausbeutung der Wasserkräfte in 
Elektrizitätswerken erfahren haben. An den Schnel 
len von Laufenburg und Rheinfelden waren Halte 
punkte und Umladestellen der mittelalterlichen Fluß 
schiffahrt. Von jeher lieferte hier die Lachsfischcrei 
ansehnliche Erträge. In der flußumzogenen Ebene 
bei Rheinfelden liegt das Dorf Möhlin, in dessen 
Nähe die Reihe der schweizerischen Rheinsalincn 
beginnt. Riburg, Rheinfelden und Kai- 
s c r a u g st liefern jährlich 300 000 q Salz. Rhein 
selben nutzt die Salzsoole zu den heilkräftigen Sool 
bädern aus. Die Salinen stehen seit der Mitte 
des 19. Jahrhunderts im Betrieb. Beidseits der 
Ergolz nehmen Kaiseraugst und Baselaugst die Stelle 
der Römerstadt Augusta Rauracorum ein, die noch 
in ihren Überresten für die einstige Größe zeugt. 
Rheintal
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.