205
Birstal und bringt anderseits mit der Landschaft
des Bucheggberges südwestlich in das flachwellige
Hügelland zwischen Aare und Emme vor.
Der wcchselvollen Bodengestalt entsprechend ist
die Bevölkerung von 116 700 Einwohnern, vor
wiegend katholischer Konfession, sehr ungleich über
das Land verteilt. Die größte Volksdichtc weist
das Aarctal auf, in dessen westlichem Abschnitt
die Uhrenindustrie neben der überall verbreiteten
Landwirtschaft viele Hände beschäftigt. Geringer ist
die Volkszahl der bäuerlichen Dörfer auf der Pla
teaufläche des Bucheggberges und noch schwächer
sind die rauhen Höhen des Jura bewohnt, wo
nur vereinzelt die Seidenspinnerei und -Weberei
einen Nebenverdienst zum bescheidenen Ertrag des
Ackerbaues bringt.
Am Fuß des Weißensteins, dessen umfassende
Aussicht auf das Mittelland und die Alpenkette
einen starken Besuch veranlaßt, liegt die altertüm
liche Aarestadt Solothurn mit 11 700 Ein
wohnern. Das weite Flachland östlich des Buchegg
berges im Umkreis der Emmemündung wird durch
hochragende, rauchende Fabrikschlote als Industrie
gebiet gekennzeichnet. Hier hatB ib er ist die bedeu
tendste Papierfabrikation der Schweiz Derendin
gen treibt Kammgarnspinnerei und G e r l a f i n -
gen besitzt ein großes Hammerwerk. Solothurn
steht durch eine Jurabahn unter dem Wcißenstein
durch in Verbindung mit Münster an der Linie
Biel-Bafel. Bei Oberdorf tritt die Bahn in
den 3,7 lein langen Weißensteintunnel ein. Die
Haupteisenbahnlinie dem Jurafuß entlang berührt
zwischen Solothurn und Biel Sclzach und das
dank seiner Uhrenindustrie zum blühendsten und
volksreichsten Dorf angewachsene Grenchen mit
7000 Einwohnern.
Unterhalb des bernischen Aarebezirkes von Wan-
Nolk
Oberes
Aaretal
Unteres
Aaretal