Full text: Die Schweiz

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ten Eisströme des obern und untern Grindelwald 
gletschers bis in die Obstbaumregion des Talgrundes 
hinab. Grindelwald ist berühmter Sommer- und 
Winterkurort. Dicht an den Felsabstürzen und Glet 
schern der imposanten Jungfraugruppe verbindet 
der Weg über die Kleine Scheidegg und die Wen 
gernalp Grindelwald mit Lfluterbrunnen. Mit 
furchtbarer Steilheit überragt die Eigerwand den 
Aufstieg zur Kleinen Scheidegg; auf 2 lew Hori 
zontalentfernung beträgt der Höhenunterschied 2,3 
km. Der Weg über die Wengernalp ist wie kein ©engnnaii» 
anderer Alpenpaß mit seinem überaus starken Frem- 
deubesuch zu einer eigentlichen Völkerstraße gewor 
den. Die Wengernalpbahn erleichtert den Verkehr. 
Von der Kleinen Scheidegg 2070 m dringt die 
Jungfraubahn durch das Berginnere des Eigers 
zum Felsenfenster der Eigerwand und weiterhin 
zur Station Eismeer 3161 in aus der Südseite 
des Eigers, der höchsten Bahnstation der Schweiz. 
Binnen wenigen Jahren soll der Bahntunnel durch 
die Felsmassen des Mönchs 4105 m bis dicht unter 
den Gipfel der Jungfrau 4166 m fertig gebaut sein. 
Am sonnigen Norduser des Thunersees, der „Ri- Th»»e>ie- 
viera des Oberlandes", sind im Schutze des Sigris- 
wilergrates 2053 m und der Blume 1395 m Tig 
ris w i l, Oberh ofen und H ilterfingen, 
von reichen Kirschbaumwäldern umgeben, beliebte 
Kurorte. Über dem obern See-Ende hat St. 
Beatenberg eine hohe, aussichtsreiche Ter 
rasse inne. Die Thunerseebahn folgt dem Südufer 
über L e i s s i g e n und dem am Ausgang zweier 
Täler rasch aufblühenden Bahnknoien Spiez. 
Das Kandertal wurzelt mit seinen Talhinter- ««nbtttat 
gründen in den vereisten Hochalpeugipfeln Blümlis- 
alp 3670 m, Doldenhorn 3647 m, Balmhorn 3698 
m, Aitels 3634 m und Wildstrubel 3266 m. Zwi 
schen der prächtigen Pyramide des Niesen 2366 m
	        
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