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Sense-
Bergland
am Alpen fuß eingeschnitten ist. Der linksseitigen
Halde folgt durch teilweise versumpften Boden vom
Ganterist her die Gürbe. Sie vereinigt sich mit
der Aare unterster des Belpberges, der als lang
gestreckter Tafelberg, ein Überrest der ehemaligen
höhern Landoberfläche, die beiden Flußtälcr trennt.
Diese Gegend ist, wie das gesamte Land zwischen
Alpen und Jura überhaupt, ein bevorzugtes Gebiet
des Ackerbaus und der Viehhaltung.
In der Umgebung von Thun liegen die Dörfer
Thierachern, Uetendors, Steffisburg
und das durch die Töpferei bekannte Heimberg.
Kirchdorf und G c r z e n s e c halten eine nied
rige Stelle des Plateaus zwischen Aare und Gürbe
besetzt. In Münsingen steht die kantonale Ir
renanstalt. Die obere Gürbe mit Blumen stein
und Wattenwil bildet den Westrand einer präch
tigen Moränenlandschaft, bereit wellige Kuppen
kleine Seelein einschließen. Belp liegt an der
Vereinigungsstelle der beiden Täler am Nordsuß
des Belpberges.
An den Nordabsall der Stockhornkette lehnt ein
rauhes, wenig zugängliches Molasse-Bergland. Am
schroffen Ostabfall führen nur wenige Straßen her
auf. Im Westen henunt die Senseschlucht, auf lange
Strecke die bernisch-freibnrgische Grenze, mit stel
lenweise senkrecht abstürzenden Wänden den Verkehr.
Das Schwarzwasser und seine Scitenbäche zerlegen
durch Waldschluchten das Bergland in zahlreiche
Einzelhöhen, wie die ganz bewaldete Giebelegg 1131
in und die Bütschelegg. Nach Norden nehmen die
Hügel an Höhe ab, bis zum Gurten, dein Aussichts
berg von Bern, mit 861 in Mecreshöhe. Der Mit
telpunkt der Landschaft, Schwarz en bu rg, ist
durch eine Bahn von der Hauptstadt aus erschlossen;
unfern davon liegt das volksreichc Wählern. Die
andern Dörfer Guggisberg, Rüschegg und