Full text: Die Schweiz

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(Porrentruy), 6600 Einwohner, liegt in der 
Mitte der Landschaft Ajoie. Der Töpferort Bon- 
fol nahe der Grenze liefert das feuerfeste Prun- 
trutergeschirr. 
Neuenb urg. 
Landschaften Die Ketten und Plateauflächen des Berner Jura 
finden nach Südwesten ihre natürliche Fortsetzung 
im Kanton Neuenburg. Es ist das Gebiet zwischen 
dem Neuenburgersee und dem Grenzfluß Dvubs, 
das im wesentlichen vier gut gesonderte Landschaf 
ten umfaßt: Das Hochland von La Chaux-de- 
FoNdss das Traverstal; das Aal de Ruz; das 
Ufergelände über dem See am Südostabfall des 
Iura, nach seinen Weinbergen „Le Vignoble" ge 
nannt. 
Charakter Das Neuenburger Hochland zeigt, ähnlich dem 
H-chim>de, Plateau der bcrni scheu Freiberge, einen Wechsel 
von schwachwelligen Hohen und breiten Mulden, die 
zum Teil von Torfmooren erfüllt sind. Die trockenen 
Juramatten sind vielfach unterbrochen durch einzelne 
Exemplare oder durch parkartige Gruppen präch 
tiger Wettertannen, zwischen denen die Herdentiere 
der Weide nachgehen. Infolge der Meereshöhe von 
durchschnittlich über 1000 in hat das Bergland ein 
rauhes Klima, gekennzeichnet durch lang dauernde, 
schneereiche und kalte Winter. Da überdies der Kalk 
boden den Ackerbau wenig begünstigt, so vermöchte 
er nur eine wenig zahlreiche und ärmliche Hirtenbe 
völkerung zu erhalten, wenn nicht die Uhrenindu 
strie dem Lande eine ansehnliche Volksdichte und 
einen blühenden Wohlstand gesichert hätte. Das 
breite, niedrige Jprahaus der Sennberge tritt ngn 
ganz m den Hintergrund gegenüber dem stattlichen
	        
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