HoriZontal-
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den. Die Größe eines Blattes beträgt 35 om auf
24 cm, was im Maßstab 1 :25 000 einer Länge
von 8750 m und einer Breite von 6000 m, bei
1:50000 den Strecken von 17 500 m und
12000 m entspricht. Die Horizontalabständc kön
nen mit Hülfe des Maßstabes ohne weiteres auf ;der
Karte abgelesen werden. Um auch die dritte Dimen
sion, die Höhe, darzustellen, und ein getreues Bild
der Oberflächcnfvrmen des Landes zu geben, ver
wendet der Siegfried-Atlas die Horizontal
kurven.
Denkt man sich das Relief durch gleichweit von
einander abstehende Horizontalebencn durchschnitten,
so bilden die Schnitte der Ebenen mit der Oberfläche
der Geländeformen mannigfaltig ein- und ausbie
gende und in sich selbst zurücklaufende Linien, die
Horizontalkurven; sie werden senkrecht auf die
gleiche Ebene, die Kartenfläche, projiziert. Alle
Punkte aus der selben Kurve liegen gleich hoch
(daher auch die Bezeichnung Isohypse = Linie
gleicher Höhe). Der senkrechte Abstand der Hori
zontalebenen, die Aquidistanz, beträgt 10 m für die
Karte 1 :25 000 und 30 m für die Karte
1 :50 000. Je die zehnte Kurve ist als gestrichelte
Linie kenntlich gemacht und mit der Höhenzahl
in gleicher Farbe versehen; in Kurse I betrifft es die
Höhenlinien von 100 zu 100 m, in Karte II von 300
zu 300 m. Unbewachsene, felsige Partien erscheinen
in schwarzen, bewachsener Boden in braunen, und
Gletscher, Schneefelder und Gewässer in blauen Kur
ven (II). Um kleine Bodenformen darzustellen, die
zwischen den Normalkurven liegen, werden biswei
len punktierte Zwischenkurven in halber Aquidistanz
angebracht (I östlich Punkt 512 auf Taggenberg
am rechten Kartenrand; II bei Punkt 1445,1 an
der Reuß unterhalb Hospental). Kleine Böschungen,
z. B. an Bahndämmen und -Einschnitten, für die