Full text: Die Schweiz

18 
Nusdehmmg 
Bodengestalt 
2. Das Mittelland. 
Das schweizerische Mittelland ist ein Teil des 
Alpenvorlandes, das am Genfersee beginnt und sich 
über den Bodensee hinaus in die schwäbisch-bayrische 
Hochebene fortsetzt. In der Ostschweiz hat es zwischen 
dem Säntis und dem Randen im Kanton Schaff 
hausen eine Breite von 70 km. Nach Südwesten 
wird es immer mehr zwischen Alpen und Jura 
eingeengt und verschmälert sich im Winkel von 
Genf auf etwa 20 km. Die dreieckförmige Fläche 
des Mittellandes schneidet im Nordwesten scharf 
ab an der wie eine Mauer steil aufsteigenden Kette 
des Jura. Die Grenze verläuft als fast gerade 
Linie vom Rhonedurchbruch unterhalb Genf bis 
zum östlichsten Ausläufer des Kettenjura, zur Lä 
gern, biegt dann nach Norden aus und folgt dem 
Rheintal zum Bodensee. Zwischen Alpen und Mit 
telland zieht die Grenze in einer mehrfach nach Nor 
den ausbiegcnden Linie, von Vevey am Genfersee 
über Bulle, Thun, Vitznau, Weesen und Altstädten 
im Rheintal. Zwischen je zwei Bogen dringt das 
Mittelland in die Alpen ein; an diesen Stellen 
treten die Flüsse aus den Alpen heraus: Rhone, 
Saane, Aare, Reuß, Linth und Rhein. 
Die breite Mulde zwischen Alpen und Jura 
ist von einem wechselvollen Hügelland erfüllt. Breit 
gelagerte, rundliche, meist waldbedeckte Rücken zie 
hen zwischen flachen Talböden dahin. Die Flüsse 
gehen vom Alpenrand aus meist quer durch das 
Mittelland an den Jurafuß zu ihrer gemeinschaft 
lichen Abflußrinne; ihre vorherrschende Richtung 
von 880 nach NNW ist maßgebend für den 
Verlaus der riemenförmigen Hügclzüge (z. B. der 
Lindenberg). Westlich der Aare treten an Stelle 
der Rücken schwächer gewellte Plateauflächen. Die 
Flüsse unterbrechen die Hochfläche mit tiefen, engen
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.