Full text : Die Schweiz

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und  beständig  umbiegenden  Tälern,  wie  der  Laus
der  Saane  und  ihrer  Zuflüsse  zeigt.  Für  diesen
westschweizerischen  Teil  des  Mittellandes  dürfte  noch
am  ehesten  der  vielgebrauchte  Name  „Schweizerische
Hochebene"  gelten.  In  der  breiten  Senke  am  Fuße
des  Jura  überragen  die  Hügel  mit  einer  Meereshöhe ­
  von  500  bis  600  m  den  Talboden  nur  um
ein  geringes.  Gegen  Süden  hin  heben  sie  sich
immer  schärfer  aus  den  Flußtälern  heraus.  Am
Alpenrand  steigen  vereinzelte  Mittellandberge  zu
der  Höhe  der  Voralpen  an,  zu  denen  sie  auch  in  der
Schroffheit  der  Formen  einen  Übergang  bilden;
Napf  1407  rn,  Rigi  1800  m,  Speer  1956  in.
Was  sie  aber  von  den  Alpen  abgrenzt,  das  ist
die  verschiedene  Gesteinsart.  Die  Hügel  des  Mittellandes ­
  sind  aus  Nagclfluh,  Sandstein  und  einem  <s-steu,z°rt
Gemenge  von  Ton  und  Kalk,  dem  Mergel  aufgebaut ­
  und  zwar  so,  daß  eine  Zone  von  Nagclfluhbergen
  dem  Alpenfuße  entlang  zieht  (Jorat,  Napf,
Rigi,  Roßberg,  Speer,  das  Appenzeller  Hügelland),
Sandstein  und  Mergel  dagegen  in  größerem  Abstand ­
  von  den  Alpen  den  Boden  aufbauen.  Die
Gesteine  des  Mittellandes,  Nagelfluh,  Sandstein
und  Mergel,  tragen  den  gemeinschaftlichen  Namen
Molasse  (molasse=  leicht  zerreibliches  Gestein).
Von  Beginn  der  Alpenfaltung  an  zerstörte  die  EntstehE
Verwitterung  die  aufgetürmten  Felsmassen.  Zahlreiche  er  0  “  e
Flüsse  schleppten  den  Schutt  ins  Vorland  hinaus.
Mit  wachsender  Entfernung  von  den  Alpen  wurde
das  Gefälle  der  Flüsse  geringer.  Sie  lagerten  den
Schutt  nach  der  Größe  sortiert  ab.  Felsbrocken  und
kleinere  Gerölle  blieben  schon  am  Gebirgsfuß  liegen;
den  Sand  und  Schlamm  vermochte  das  fließende  Wasser ­
  noch  weiter  hinaus  zu  befördern.  Eine  genaue
Abgrenzung  der  Schuttzonen  trat  nicht  ein;  denn  ein
kräftiges  Hochwasser  schleppte  Gerölle  bis  zu  der  Stelle,
            
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