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wasser zu sichern, ist die Regulierung des Boden
seespiegels durch Schleufenwcrke am Ausfluß des
Rheins notwendig; dazu bedarf es der Zustimmung
aller Bodensee-Uferstaaten. Das Schiffahrtsprojekt
bedeutet eine gewisse Gefahr für den Rheinfall, des
sen Schönheit durch den Entzug von Wasser für
den Umgehungskanal leiden müßte. Wenn die Was
serstraße von Basel zum Bodensee wohl in ab
sehbarer Zeit gebaut wird, so stehen dagegen für
andere Schiffahrtsprojekte die Aussichten wegen der
hohen Baukosten weniger günstig; das gilt für die
Zuflüsse des Rheins und für den Aare-Rhonekanal,
der als internationaler Wasserweg dem Verkehr
von der Nordsee zum Mittelmeer durch die Schweiz
dienen würde.
Seen. Die Schweiz dankt ihre Schönheit nicht
zum wenigsten dem Reichtum an Seen, die das
Landschaftsbild beleben und bereichern. Sic unter
scheiden sich stark nach Größe und landschaftlichem
Charakter, vom Genfersee, der 582 km 3 mißt, durch
die Reihe der mittelgroßen wiesen- und waldum-
schlosscnen Wasserbecken des Mittellandes bis zu
den kleinsten, hochgelegenen Alpenseelein, in denen
sich die kahlen Felshalden und die Firnfelder wieder
spiegeln. Die größten sind als langgestreckte Tal
seen in den Lauf der Flüsse eingeschaltet, wo diese
am Nord- und Südfuß der Alpen ins Vorland
hinaustreten: die alpinen Randseen (über die Ent
stehung Seite 15). Neuenburger-, Vieler- und
Murtensee bilden die Gruppe der jurassischen Rand
seen; sic kommen den ersten an Größe ungefähr
gleich. Der Jura selbst ist infolge der Wasserarmut
seines Kalkbodens arm an Seen und steht damit
in auffälligem Gegensatz zu den beiden andern Lan-
desteilcn. Die folgende Übersicht gibt einige Maße
der größten Seen an:
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