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meinde von seiten der Privat-Gesellschasten zu verhindern, wird von Kirsch
mit Recht als em Sieg des 1884 von den Vertretern der Bourgeoisie als
Wahnidee hingestellten Munizipalsozialismus über das Manchestertum
auf dem Gebiete des Verkehrswesens bezeichnet.
Mit Erfolg hat die Sozialdemokratie ferner in der Frage der Schul
gesundheitspflege und der Beschützung der Kinder gegen Ausbeutung außer
halb der Schulzeit gewirkt. Zwar sind ihre Forderungen, wie die An
stellung von Schulärzten und die Speisung von Schulkindern,
nur erst teilweise verwirklicht, aber jedenfalls hat auch hierbei die sozial
demokratische „Wahnidee" sich als durchführbar und segensreich erwiesen.
Es würde kaum der Erwähnung bedürfen, daß die sozialdemokratischen
Gemeindevertreter die ganze Zeit über unablässig dafür gearbeitet haben,
daß die Stadt gegenüber den von ihr beschäftigten Arbeitern in bezug auf
Löhne, Arbeitszeit, Rechtslage, Pensionierung und Erholungsurlaub Muster
gültiges leiste, wenn nicht auch dies Bestreben ewiger Kampf mit einer
gegen die geringsten Zugeständnisse verstockt sich wehrenden Mehrheit ge
heißen hätte. Dinge, die anderwärts längst verwirklicht waren, begegneten hier
selbst dann noch der schroffsten Weigerung, wenn die Mittel des Gemein
wesens in keiner Weise in Frage kamen, also auch die Rücksicht auf sie weder
Grund noch Vorwand für die Ablehnung bilden konnte. Es war das innere
Widerstreben gegen jede Leraushebung der Arbeiterklasse aus der Ab
hängigkeit von den Konkurrenzgesetzen, was in erster Linie die Ablehnung
der sozialdemokratischen Vorschläge bestimmte. Bei fast jedem dieser An
träge marschierte denn auch das Schreckgespenst des sozialdemokratischen
Zukunftsstaates auf, dem man unrettbar zutreibe, wenn solche Dinge ge
nehmigt würden. Mindestlöhne waren Zukunftsstaat, der neunstündige
Arbeitstag war Zukunftsstaat, mit wirklichen Rechten ausgestattete Arbeiter
ausschüsse waren Zukunstsstaat — kurz, alles was im städtischen Arbester
den Gedanken erwecken konnte, daß der Druck der Gesetze des Arbeitsmarkts
die einzige zulässige Instanz für sein Wohl und Wehe sei, war Zukunfts
staat. And ebenso war es Zukunstsstaat, durch die gerechte Lohnklausel bei
Verdingungen für die indirekt von der Stadt beschäftigten Arbeiter an
ständige Bezahlung und Behandlung sicherzustellen. Indes, so krampfhaft
sich die Mehrheit auf diese „Prinzipien" versteift, so hat sie sich schließlich
doch bequemen müssen, in der Frage der Mindestlöhne, des Maximal
arbeitstages, der Demokratisierung der Arbeitsausschüsse usw. einige Stufen
von der hohen Leiter herabzusteigen. Auch hier sind Zugeständnisse er
kämpft worden, die materielle und rechtliche Verbesserungen in der Lage der
städtischen Arbeiter bedeuten.
Damit mag der Äberblick über das Wirken der sozialdemokratischen
Gemeindevertreter Berlins seinen Abschluß haben. Aus naheliegenden
Gründen erscheint es nicht angezeigt, auf die Verdienste der einzelnen Mit
glieder besonders einzugehen. Gewiß sind Leistungen zu verzeichnen, für
die das Beiwort ungewöhnlich passen würde, einige Mitglieder haben mehr
Zeit, Talent und Sachkenntnis der kommunalen Arbeit widmen können als
andere, und es wäre kleinliche Versteckspielerei, zu verschweigen, daß Paul
Singer nicht nur das einzige Mitglied der sozialdemokratischen Fraktion im
Berliner Rathaus ist, das ihr von Anfang an angehört hat, sondern auch
die ganze Zeit über der Führer der Frastion gewesen ist, dessen sachkundiges