Full text : Die Schweiz

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Obst

im  Durchschnitt  geringere  Sorten.  Der  Bund  unterstützt ­
  die  Winzer  durch  Beiträge  in  ihrem  tkanips
gegen  die  Reblaus  und  andere  Schädlinge  des  Weiiistocks.

Obstbau.  Der  Obstbau  in  den  tiefern  und
mittlern  Lagen  des  Landes  gewinnt  ständig  an
Wert.  Unter  dem  Einfluß  der  Obstbaumschulen
(Wädenswil)  und  -kurse  macht  die  Pflege  der  Bäume
und  Früchte  und  die  Auswahl  der  Sorten  nach
Klima  und  Bodenart  Fortschritte.  Die  Obstbäume
stehen  zumeist  im  gut  gedüngten  Wiesland.  Ohne
nennenswerte  Schädigung  des  Graswuchses  breiten
sie  ihre  Kronen  als  zweite  Etage  des  Bodenertrages
darüber  hin.  Mit  dem  starken  Überwiegen  des  Wiesenbaus ­
  im  ostschweizerischen  Mittelland  nimmt
auch  die  Zahl  der  Obstbäumc  zu.  In  den  besten
Lagen  bilden  sie  einen  zusammenhängenden  Obstbaumwald,
  in  dessen  Grün  die  Dörfer  beinahe  versteckt ­
  sind.  Nicht  selten  haben  hier  die  Fruchtbäume ­
  auch  auf  dem  Ackerland  festen  Fuß  gefaßt.
Die  dichten  Obstgärten  gehören  zum  Bild  der  ostschweizerischen
  Kulturlandschaft.
Wein  und  Obst  erleiden  oft  schweren  Schaden
durch  die  Spätfröste.  Darum  ist  die  Obsternte
großen  Schwankungen  unterworfen.  Im  Durchschnitt
wird  sie  auf  55  Mill.  Fr.  gewertet.  Sie  bleibt
größtenteils  im  Lande.  Mostobst  wird  nach  Süddeutschland
  ausgeführt.  Äpfel-  und  Birnenmoft  ist
in  der  Ostschweiz  ein  allgemein  verbreitetes  Getränk:
mit  der  Annäherung  an  die  neuenburgischen  und
waadtländischen  Rcbgeländc  tritt  er  gegenüber  dem
Wein  zurück.  Basclland,  das  aargauische  Fricktal
und  die  Seebezirkc  von  Zug  und  Schwyz  schimmern,
im  Frühling  im  Weiß  der  Kirschbaumblütcn.  Die
Ernte  gelangt  nur  zum  Teil  auf  den  Markt;  große
Mengen  von  Kirschen  werden  zum  Brennen  von
Kirschwasser  verwendet.  In  den  Südtälerw  der
            
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