Full text: Die Schweiz

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Orasbau 
Mpwirtschast 
meinden und Korporationen und der kleine Rest 
dem Staat. Im allgemeinen ist der Staats--, Ge 
meinde- und Genossenschaftswald besser unterhalten 
als der Privatbesitz. Die jährliche Holzproduktion 
im Wert von etwa 40 Mill. Fr. wird ergänzt durch 
die Einfuhr fremden Holzes für 30 Mill. Fr. 
3. Grasland und Viehzucht. 
Grasland. Die große Feuchtigkeit des Lan 
des sichert dem Wiesenbau ein entschiedenes Über 
gewicht. Der Anteil des Graslandes an der Boden 
fläche nimmt mit dem Ansteigen des Mittellandes 
gegen den Alpenrand hin zu. Die Hügelregion der 
Ostschweiz ist ein fast ununterbrochenes grünes Wie- 
senland; so im Appenzell, wo die Sticker und Weber 
neben der Hausindustrie nicht viel Zeit und Ar 
beitskräfte für die Besorgung ihres Gütleins erübri 
gen können; so auch im Thurgau, wo die großen 
Erträge des Obstbaues dein damit verbundenen 
Wiesenbau Vorschub leisten. Die Viehzucht im Mit 
telland bevorzugt nieist die Stallfütterung; nur 
im Herbst werden fast überall die Tiere zur Weide 
getrieben. Die Heuernte leidet viel unter der feucht 
kühlen Witterung; mehr und mehr findet deshalb 
der süddeutsche Brauch Eingang, das Heu im Freien 
an Hvlzträgern zu Stöcken aufzuschichten, um es 
hier gären und vollständig austrocknen zu lassen. 
Feuchte Sommer sichern einen großen Emdcrtrag. 
Das Weideland beansprucht nahezu die Hälfte der 
gesamten Grasflächc. Es ist aus dem Mittelland 
verschwunden und gehört heute ins Gebirge; hier 
dient es einem besondern landwirtschaftlichen Be 
trieb, der Alpwirtschast. Die Alpweiden sind ein 
Hilfsgebiet für die Landwirtschaft im Tale. Die 
Bauern benutzen sic, je nach der Jahreszeit auf ver 
schiedenen Staffeln, zur Sömmerung des Viehs. Für
	        
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