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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1010911953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20641
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Nach der zweiten durchgesehenen und verbesserten Ausgabe, herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXII, 828 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch. Die Begründer
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

Kapitel II. Adam Smith. 
67 
besonderes Gewerbe, sondern sie teilt sich in eine Anzahl von Zweigen, 
von denen die meisten wiederum besondere Gewerbe sind. Der eine 
zieht den Draht, ein anderer streckt ihn, ein dritter schneidet ihn 
ab, ein vierter spitzt ihn za, ein fünfter schleift ihn am oberen Ende, 
wo der Kopf angesetzt wird; die Herstellung des Kopfes erfordert 
zwei oder drei verschiedene Tätigkeiten; das Ansetzen desselben ist 
eine besondere Tätigkeit, das Weißglühen der Nadel eine andere; ja 
sogar das Einlegen der Nadeln in Papier bildet ein Gewerbe für sich. 
So ist das wichtige Geschäft der Stecknadelfabrikation in ungefähr 
18 verschiedene Verrichtungen geteilt, die in manchen Fabriken alle von 
verschiedenen Händen vollbracht werden, während in anderen zuweilen 
zwei oder drei derselben von einem einzigen Manne besorgt werden. 
Ich habe eine kleine Fabrik dieser Art gesehen, wo nur 10 Menschen 
beschäftigt waren, und manche daher zwei oder drei verschiedene 
Verrichtungen zu erfüllen hatten. Obgleich nun diese Menschen sehr 
am und darum nur leidlich mit den nötigen Maschinen versehen 
waren, so konnten sie doch, wenn sie sich tüchtig daran hielten, in 
einem Tage zusammen etwa 12 Pfund Stecknadeln liefern. 1 Ptund 
enthält über 4000 Nadeln von mittlerer Größe. Diese zehn Personen 
konnten demnach täglich über 48000 Nadeln hersteilen 1 ).“ 
Diese Beschreibung gibt sehr gut wieder, wie in der Gesell 
schaft der auf sich allein angewiesene Mensch kaum die aller- 
nötigsten seiner Bedürfnisse befriedigen könnte, während er durch 
die Arbeitsteilung und den Gütertausch seine Produktion und seinen 
V' ohlstand verhundertfacht. 
Daraufhin untersucht Smith die Gründe dieser Macht der 
Arbeitsteilung und führt sie auf drei Hauptursachen zurück; Die 
große Fertigkeit, die jeder Arbeiter, der sich nur stets mit derselben 
Tätigkeit befaßt, erlangt; — die Zeitersparnis, die dadurch gewonnen 
wird, daß man nicht ständig von einer Beschäftigung zur anderen 
übergeht, — endlich die Erfindungen und Vervollkommnungen, welche 
stete Beschäftigung mit derselben Arbeit denen, die sie alle Tage 
a nsüben, ganz natürlich nahe legt. 
Man hat Smith vorgeworfen, den Vorteilen der Arbeitsteilung 
nicht ihre Nachteile gegenübergestellt zu haben. Dies lag in seinem 
Plan und ist ohne wirkliches Interesse. Die Hauptsache ist, daß er 
Sle nicht übersah, denn niemand hat sie klarer als er ins Licht 
gesetzt. I m 5. Buche führt er in bezug auf die öffentliche Erziehung 
^ US: „Je weiter die Teilung der Arbeit fortschreitet, um so mehr 
kommt es endlich dahin, daß die Beschäftigung des größten Teiles 
derer > die von ihrer Arbeit leben, d. h. der Masse, auf einige wenige 
0 Völkerreichtum I, Ö. 3—4, B. I, Kap. I. 
ö*
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
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