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Die Frau als kaufmännische Angestellte im Handelsgewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Die Frau als kaufmännische Angestellte im Handelsgewerbe

Monograph

Identifikator:
1022451499
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-38126
Document type:
Monograph
Author:
Reimann, Erna
Title:
Die Frau als kaufmännische Angestellte im Handelsgewerbe
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Universitäts-Buchdruckerei von Gustav Schade (Otto Francke)
Year of publication:
1915
Scope:
1 Online-Ressource (71 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
1. Kapitel. Der Umfang der Frauenarbeit im Handelsgewerbe
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Frau als kaufmännische Angestellte im Handelsgewerbe
  • Title page
  • Contents
  • 1. Kapitel. Der Umfang der Frauenarbeit im Handelsgewerbe
  • 2. Kapitel. Soziale Herkunft, Alter und Familienstand
  • 3. Kapitel. Die Ausbildung der Handlungsgehilfinnen
  • 4. Kapitel. Der Arbeitsnachweis
  • 5. Kapitel. Die Arbeitszeit
  • 6. Kapitel. Die Lohnfrage
  • 7. Kapitel. Die Organisation der weiblichen Angestellten

Full text

14 
•der Frauen an der Industrie. Da hauptsächlich heute noch die Frauen 
der untersten und mittleren Schichten beruflich tätig sind, die oberen 
Schichten aber seltener ihre Töchter zur Berufsarbeit erziehen, so wird 
naturgemäß die Besetzung der Stellen am stärksten sein, die die 
meisten Aussichten auf Erwerb für die unteren Klassen bieten; daher 
auch die starke Beteiligung an der Landwirtschaft und Industrie. 
Die mittleren sozialen Kreise sind allmählich auch völlig an den Ge 
danken einer Berufsarbeit der Töchter gewöhnt. Aber da sie bis jetzt 
immer noch für eine gute Ausbildung wenig übrig hatten, sondern rasche 
Erwerbsmöglichkeit für die Mädchen suchen in der Hoffnung einer nur 
vorübergehenden Berufstätigkeit bis zur Ehe, so konnten diese Frauen 
nur für Stellen in Betracht kommen, die keine großen Kenntnisse 
voraussetzen. Erst seit sich die Erkenntnis durchgerungen hat, daß 
der Beruf doch recht vielen dauernde Unterkunft gewähren muß, ver 
breitet sich auch die Berufsvorbereitung der Frauen, und sie können 
mehr und mehr auf selbständigere Stellungen Anspruch erheben. Diese 
Umwandlung in der Ansicht über die Berufsarbeit der Frau und damit 
verbunden die gründliche Ausbildung für einen Beruf ist erst eine Er 
scheinung der allerletzten Jahrzehnte. Sie muß sich daher besonders 
da geltend machen, wo geeignete Stellen für besser vorgebildete Frauen 
.sich finden, wo gelernte Arbeit in des Wortes weitester Bedeutung 
verlangt wird. Eine Steigerung findet sich daher im Handel und Verkehr 
und in den öffentlichen und freien Berufen, wenn auch hier noch gering, 
Ja die Bewegung erst in den Anfängen steht. Eine relative Abnahme 
müssen die Berufe aufweisen, die von jeher ein Tätigkeitsgebiet für 
Frauenarbeit waren, wenn sie auch zahlenmäßig eine Steigerung 
erfahren haben; also Industrie und häusliche Dienste. Die Heranziehung 
von Frauen zu diesen Berufen hat sich in einem bedeutend geringeren 
Maße vollzogen, daher haben sie relativ eine Verringerung erfahren. 
Eine starke Abnahme muß aber entsprechend der absoluten Abnahme 
die Dienstbotengruppe auf weisen. 
Bei der starken Zunahme der Frauenarbeit ist wichtig, zu wissen, 
in welchen Berufsstellungen das weibliche Geschlecht tätig ist, da sich 
doch immerhin daraus ein Bild gewinnen läßt von der Besoldung der 
Frauen und ihrer Lebenshaltung und sozialen Stellung. Im allgemeinen 
geht die Entwicklungsrichtung dahin, durch Vergrößerung und Er 
weiterung der Betriebe die Zahl der Selbständigen stetig zu vermindern. 
Selbständige werden immer in der Minderzahl sein bei einer auf Arbeits 
teilung aufgebauten Volkswirtschaft, da der Bedarf an leitenden 
Kräften bei diesem System naturgemäß kleiner sein muß als an aus- 
führenden. Es waren
	        

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Die Frau Als Kaufmännische Angestellte Im Handelsgewerbe. Universitäts-Buchdruckerei von Gustav Schade (Otto Francke), 1915.
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