Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Finanzwissenschaft

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Finanzwissenschaft

Monograph

Identifikator:
1746729937
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-119900
Document type:
Monograph
Author:
Földes, Béla http://d-nb.info/gnd/119338211
Title:
Finanzwissenschaft
Edition:
2., neubearbeitete Auflage
Place of publication:
Jena
Publisher:
G. Fischer
Year of publication:
1927
Scope:
XIV, 683 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch. Einleitende Lehren
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Finanzwissenschaft
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Buch. Einleitende Lehren
  • Zweites Buch. Die verfassungsmäßige Ordnung des Staatshaushaltes und das Budget
  • Drittes Buch. Die Staatsausgaben
  • Viertes Buch. Die Staatseinnahmen
  • Fünftes Buch. Der Staatskredit
  • Sechstes Buch. Die Verwaltung des Staatshaushaltes
  • Namenverzeichnis

Full text

II. Abschnitt. Geschichte des Staatshaushaltes. * 
Eine wichtige Forderung des modernen Lebens ist die unge- 
störte Entfaltung des Wirtschaftslebens und die freie Tätigkeit der 
Individuen. Hieraus folgt die Einschränkung der wirtschaftlichen 
Tätigkeit des Staates und die Überlassung aller wirtschaftlichen 
Güterquellen an das wirtschaftende Individuum, dem vollständige 
Freiheit seiner wirtschaftlichen Tätigkeit gesichert wird. Hieraus 
folgt dann wieder mit Notwendigkeit der Satz, daß mit der Über- 
lassung der Güterquellen an das Individuum der für den Staat not- 
wendige Gütervorrat dem Einkommen des Individuums entnommen 
werden muß. Bevor aber die Staatswirtschaft auf dieser Basis sich 
entwickelt, vollzieht sich ein peinliches Übergangsstadium, in dem 
der Staat mit Kreditoperationen, Geldverschlechterung, Papiergeld- 
ausgabe sich hilft, da diese von der Zustimmung der Stände nicht 
abhängen. Der Entwicklungsgang, den uns die Geschichte im all- 
gemeinen zeigt, ist folgender. Die ersten Elemente der Besteuerung 
sind der Mensch und der Boden, vorerst ohne Unterscheidung ihrer 
wirtschaftlichen Bedeutung als Kopfsteuer von jedem Individuum 
und Grundsteuer von jedem Besitz, ohne Rücksicht auf dessen 
Wert. Auch die später hinzukommende Vermögenssteuer ist noch 
nicht bedacht auf die wirtschaftliche Produktivität des Vermögens. 
Langsam wird der Unterschied entdeckt, welcher sich aus der Be- 
schäftigung des Individuums, aus der Produktivität des Bodens und 
des Vermögens ergibt und man versucht, dieselben mittels ein- 
zelner Merkmale festzuhalten; so entstehen die Ertragssteuern und 
bei den persönlichen Steuern die Klassensteuern. Auf der höchsten 
Stufe der Entwicklung führt das Streben nach Erfassung der Lei- 
stungsfähigkeit zu Einkommensteuern und einkommensteuerartigen 
Steuern. 
Die allgemeine Lehre, welche die Geschichte mit Bezug auf 
die Gestaltung des Staatshaushaltes bietet, besteht wohl darin, daß 
die im Besitze der Staatsgewalt befindlichen Klassen nach Möglich- 
keit die Staatslasten von sich abzuwälzen trachteten. Doch kann 
dieses Prinzip nicht so drastisch angewendet werden, wie dies z. B. 
Loria tut. Im Gegenteil muß eher jene Auffassung bestätigt werden, 
daß die herrschenden Klassen im eigenen Interesse, also gewisser- 
maßen aus egoaltruistischen Motiven — wie dies Forli sagt — 
einen Teil der Staatslasten in einer oder der anderen Form auf 
sich nehmen. Hierzu kommt mit der Entwicklung der Gesellschaft 
das stärkere Pflichtbewußtsein der höheren Klassen, welches die 
egoistischen Triebe derselben zügelt. Die Gestaltung dieser Gefühle, 
die mehr minder intensive Kraft des Gemeingeistes, spiegelt sich 
in den Finanzsystemen einzelner Perioden wider. 
1?
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Finanzwissenschaft. G. Fischer, 1927.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the fifth month of the year?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.