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Allgemeine Gesellschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Allgemeine Gesellschaftslehre

Monograph

Identifikator:
1823562132
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-217461
Document type:
Monograph
Author:
Sander, Fritz http://d-nb.info/gnd/140473750
Title:
Allgemeine Gesellschaftslehre
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1930
Scope:
XVI, 572 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
VII. Kapitel. Die Besonderheiten der Vergesellschaftungs- Werbungs- Seelenaugenblicke und der Vergesellschaftungs- Seelenaugenblick hinsichtlich der Vergesellschaftungs-Interesse-Gedanken
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Allgemeine Gesellschaftslehre
  • Title page
  • Contents
  • I. Kapitel. Grundwissenschaft und Gesellschaftswissenschaft
  • Kapitel II. Das Wollen
  • III. Kapitel. Das Streben
  • IV. Kapitel. Vergemeinschaftung und Gemeinschaft
  • V. Kapitel. Vergesellschaftung und Gesellschaft
  • VI. Die Macht
  • VII. Kapitel. Die Besonderheiten der Vergesellschaftungs- Werbungs- Seelenaugenblicke und der Vergesellschaftungs- Seelenaugenblick hinsichtlich der Vergesellschaftungs-Interesse-Gedanken
  • VIII. Kapitel. Andere Besonderheiten der Vergesellschaftungs-Werbungs-Seelenaugenblicke und der Vergesellschaftungs-Seelenaugenblicke
  • IX. Kapitel. Staats-Gesellschaft, Rechts-Gesellschaft und Wirtschafts-Gesellschaft

Full text

Die Besonderheiten der Vergesellschaftungs-Werbungs-Seelenaugenblicke usw. 441 
kann, so ist diese Befugnis insoferne ein „Schutz‘“ besonderen ‚Inter- 
esses‘‘ des Befugten, als der Befugnisbetroffene sich wegen seines Ge- 
dankens an die bestehende Ander-Befugnis in besonderer für den Be- 
fugten günstiger Weise verhält. Allerdings kann eine besondere Befugnis 
jemandes auch wieder durch eine andere Befugnis jenes Befugten „ge- 
schützt‘ sein, insoferne er die Befugnis hat, jenem, der in Beziehung 
zu der ersten Befugnis ‚„Befugnis-Wahrer‘‘ sein soll, dessen besonderes 
Verhalten ungünstig zuzurechnen. ‚Befugnis‘ ist aber stets nur ‚,be- 
sonders begründete Macht ungünstiger Zurechnung“, ist also „in be- 
sonderer Weise abgeleitete Macht ungünstiger Zurechnung‘‘, und wenn 
man diese Bestimmung stets klar festhält, ist man gefeit gegen die 
zahlreichen Verwechslungen des Gegebenen „Befugnis‘‘ mit anderen 
Gegebenen. 
Erhebt nun jemand gegen einen Anderen eine Forderung, in welcher 
aehauptet wird, daß dem Fordernden die Macht, dem Forderungs- 
Adressaten die Enttäuschung der Forderung ungünstig zuzurechnen, 
deshalb zustehe, weil der Fordernde aus besonderer Befugnis- Verleihung 
‚Befugter“, der Forderungsadressat hingegen „Befugnisbetroffener“ ist, 
so liegt eine „Forderung mit Befugnis-Behauptung“, sonst aber eine 
„Forderung ohne Befugnis-Behauptung“ vor. Die „Forderung mit 
Befugnis-Behauptung“ darf nicht verwechselt werden mit dem 
„Gebote mit Befugnisverleihungs-Behauptung“, in welchem 
aicht behauptet wird, daß eine besondere Befugnis des Behaup- 
tenden bereits durch frühere Ansprüche begründet wurde, sondern 
behauptet wird, daß durch die eben aufgestellte. „Eigen- Wunsch- 
bzw. -Furcht-Behauptung“ jemandes Befugnis begründet worden sei, 
In jeder „Forderung mit Befugnis-Behauptung“ wird also behauptet, 
daß Erfahrung des Fordernden von der Enttäuschung seiner Forderung 
die wirkende Bedingung dafür abgeben würde, daß er dem Erfüllungs- 
Wahrer eines an den Forderungs-Adressaten gerichteten Gebotes mit 
einer Werbung um ungünstige Zurechnung die Enttäuschung jenes Ge- 
botes zur Erfahrung bringt, welche Erfahrung jenes Erfüllungs-Wahrers 
zusammen mit seinem Wissen, daß der Befugte an ihn 
eine Werbung um die in jenem Gebote angedrohte un- 
günstige Zurechnung gerichtet hat, die wirkende Bedingung 
für jene ungünstige Zurechnung abgeben würde. Da in jeder „Forderung 
mit Befugnisbehauptung‘“ behauptet wird, daß der Fordernde bei Ent- 
Auschung seiner Forderung eine eigene, den Forderungsadressaten be- 
treffende Befugnis „ausüben“, also „Klage erheben“ werde, können wir 
derartige Forderungen auch „Forderungen mit Klagedrohung“, 
hingegen die „Forderungen ohne Befugnis-Behauptung“ „Forderungen 
Mit Anzei ge-Drohung“ nennen. Jener nämlich, der eine „Forderung 
dhne Befugnis-Behauptung“ erhebt, behauptet, daß seine Erfahrung von
	        

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Allgemeine Gesellschaftslehre. Verlag von Gustav Fischer, 1930.
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