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Nationalökonomie (Teil 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Nationalökonomie (Teil 1)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886436398
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-235143
Document type:
Volume
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Nationalökonomie
Volume count:
Teil 1
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 389 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Nationalökonomie (Teil 1)
  • Title page
  • Contents
  • Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
  • Abschnitt II. Die Verteilung des Ertrages der Volkswirtschaft
  • Abschnitt III. Die Geschichte der Nationalökonomie

Full text

— 52 
leiden. Die wirtschaftliche Freiheit führt somit nicht notwendig zu 
einer angemessenen Konkurrenz, sondern leicht zu dem Gegenteil, einer 
einseitigen Monopolbildung. 
Aus dem Gesagten geht hervor, daß wir es hier nicht mil einer 
naturgesetzlichen Wirkung der Konkurrenz zu thun haben, die stets 
für die Volkswirtschaft günstig ausfällt, sondern daß die Wirkung der- 
selben unter verschiedenen Verhältnissen eine sehr ungleiche ist. Sie 
wird schon je nach der Kulturstufe, auf der sich das Volk befindet, 
ungleiche Folgen nach sich ziehen. Ueberall aber giebt es eine Grenze, 
worüber hinaus die Verschärfung der Konkurrenz nicht mehr günstig, 
sondern vielmehr ungünstig wirkt, worauf wir in der Volkswirtschafts- 
politik zurückzukommen haben werden. 
Die Arbeitsteilung. 
Bücher, Entstehung der Volkswirtschaft, II. Aufl. Tübingen 1898, S. 275. 
Schmoller, Jahrbuch für Volkswirtschaft. Bad. 13, S. 1003; Bd. 14, S. 45. 
Preußische Jahrbücher. Bd. 69, S. 464. 
Unter Arbeitsteilung versteht man die Zerlegung wirtschaftlicher 
Thätigkeiten einer Gesamtwirtschaft in eine größere Zahl von Einzel- 
thätigkeiten, die von verschiedenen Personen ausgeführt wird, Dieselbe 
kann danach in der verschiedensten Weise ausgebildet werden, sowohl 
in der ganzen Volkswirtschaft, wie das in der Ausbildung der einzelnen 
Berufs- und Gewerbszweige der Fall ist, wie in demselben Beruf und 
Gewerbszweige in verschiedene Spezialzweige, und drittens in derselben 
Privatwirtschaft, etwa einer Fabrik durch Uebernahme der einzelnen 
Arbeiten durch verschiedene Personen. 
Geschicht- Auf primitiver Stufe der Kultur fertigt die Familie selbst an, 
liche Ent- was sie gebraucht; eine Arbeitsteilung findet nur zwischen den Ge- 
‚ikea schlechtern statt, indem der Mann in der Regel. die Arbeiten über- 
“teilung. nimmt, welche besondere Körperkraft und Schnelligkeit verlangen, wie 
Jagd und Fischerei, Bändigen der Haustiere etc., während die Frau 
die Bereitung der Nahrung, Herstellung der Kleidung, Wartung der 
Kinder und sonstige häusliche Thätigkeit, häufig auch den ersten Acker- 
bau zu übernehmen hat. Freilich giebt es davon Ausnahmen, indem 
der Frau auch schwere Arbeit überwiesen wird, während der Mann 
sich auf die Bärenhaut legt. Umgekehrt wird gegen das Prinzip der 
Arbeitsteilung verstoßen in der Frauenemanzipation, wenn die Frau Be- 
schäftigungen an sich zu reißen strebt, für welche sie weniger geeignet 
ist als der Mann, 
Abgesehen von der Arbeitsteilung innerhalb der Familie bildet sich 
im Laufe der Entwickelung der Kultur eine Teilung der Thätigkeit 
der Bevölkerung in verschiedene Berufs- und Gewerbszweige aus, indem 
einzelne Glieder sich auf die Herstellung bestimmter Gegenstände 
konzentrieren, und die übrigen anderen überlassen. Auch nach der 
festen Niederlassung ist der Betrieb der Landwirtschaft nicht als ein 
besonderer Beruf anzusehen, sondern als ein Teil der Gesamtthätigkeit, 
welche zum Unterhalt des Haushaltes allgemein notwendig ist. Es ist 
eine sehr viel höhere Stufe der Kultur bereits, wenn sich ein besonderer 
Stand der Handwerker herausbildet, wie das allerdings bereits zur 
Perikleischen Zeit in Griechenland der Fall war und im alten Rom. 
In dem Mittelalter entwickelte sich das Handwerk zunächst in den
	        

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Nationalökonomie. Fischer, 1902.
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