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Denkschrift der Ersten k. k. privilegirten Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft zur Erinnerung ihres fünfzigjährigen Bestandes

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Bibliographic data

fullscreen: Denkschrift der Ersten k. k. privilegirten Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft zur Erinnerung ihres fünfzigjährigen Bestandes

Monograph

Identifikator:
844100943
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-94613
Document type:
Monograph
Title:
Denkschrift der Ersten k. k. privilegirten Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft zur Erinnerung ihres fünfzigjährigen Bestandes
Place of publication:
Wien
Publisher:
Selbstverl.
Year of publication:
1881
Scope:
1 Online-Ressource (95 S)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Denkschrift der Ersten k. k. privilegirten Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft zur Erinnerung ihres fünfzigjährigen Bestandes
  • Title page

Full text

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auf die öffentlichen Interessen und das zu erreichende Ziel, die Donau-Dampfschiftährts-Gesell- 
schaft sich gross und mächtig entfalten zu lassen. Diese Losung leitete fortan die Betriebsdirection 
bei allen ihren Massnahmen; und wie der bestimmende Impuls zunächst von dieser Stelle 
ausging, so war es auch eine nothwendige Folge, dass mit der gesteigerten Verantwortlichkeit 
auch ihr Einfluss und ihre Wirksamkeit gewann. 
Der Rechenschaftsbericht über das Jahr 18GO entwickelte bereits das Actionsprogramm 
der neuen Geschäftsleitung, indem er betonte, es sei, »um die Zukunft des Unternehmens zu 
sichern und zugleich die hierüber bestehenden und sich mitunter widersprechenden Ansichten 
zu berichtigen, nothwendig, die Rentabilität des Unternehmens aus dem eigenen Ertrage wieder ) 
zu erreichen«. 
Als die hiezu zweckdienlichen Mittel bezeichnete der Bericht »die Vermehrung der 
Einnahmen und Verminderung der Kosten«, fügte jedoch sofort hinzu, dass die Vermehrung 
der Einnahmen nicht etwa durch Erhöhung der Tarife, sondern durch grössere Belebung Und 
Ausdehnung des Verkehres der Unternehmung, die Verminderung der Kosten aber nur nach 
allseitiger Erwägung, an welchen Auslagen Ersparungen möglich und zweckmässig seien, 
angestrebt werden dürfe. 
Dass das Verwaltungsjahr 18GO trotz der grössten Rührigkeit auf allen diesen 
Gebieten und dem Steigen der Einnahmen mit einem Ausfälle von 1G0.000 fl. abschloss, findet 
in dem Umstande seine Erklärung, dass dem Betriebe ausnahmsweise einige Lasten erwuchsen, 
welche, wie die Kosten der Emission des Verlosungsanleheus vom Jahre 1857, denselben eigentlich 
nicht betrafen, und dass überdies nach den damaligen Statuten die vollen Werthabschreibungen 
in Rechnung gestellt werden mussten. 
Besondere Aufmerksamkeit erforderten die Ausgaben für den Brennstoff, und wurden 
einerseits zur Förderung des Abbaues der gesellschaftlichen Kohlenflötze wie zur Erweiterung des 
Absatzgebietes ihrer Kohle die Coaksbereitung und Briquettesfabrikation eingeführt, andererseits 
die Verminderung des Kohlenverbrauchs durch rasche Aneignung der Fortschritte der Technik in 
Heizapparaten und Heizmethoden angestrebt, wobei sich die Einführung der Heizprämien sein- 
förderlich erwies. Der Erfolg blieb nicht aus. Der Preis der Kohle sank von 1859 bis 1863 von 
GO 2 kr. auf 53 kr. per Centner, nachdem sich derselbe erst 1858 in Folge der Eröffnung der 
Mohäcs-Füufkirchener Bahn um 7-8 kr per Centner ermässigt hatte. 
Die Vervollkommnung des Schiffahrtsdienstes wurde über dem nicht vergessen ; ins 
besondere die Passagierboote längerer Fahrt erhielten in diesem Zeitabschnitte jene comfortable 
Einrichtung, welche seither ihren Ruf und ihre Beliebtheit bei dem Publikum begründeten. 
Den grössten Nachdruck legte man jedoch auf die raschere Bewegung der Betriebsmittel 
und führte zu diesem Beliufe im Jahre 18G2 die sogenannten Meilengelder für die Schiffsmannschaft 
ein. Diese Einrichtung, bei den Eisenbahnen schon seit Langem mit grossem Erfolge durch 
geführt, empfahl sich für die Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft um so mehr, als ihrer 
Centrale kein Betriebstelegraph zur Verfügung stand, mit dem sie die auf der ganzen Strom 
ausdehnung zerstreute, elementaren Zufälligkeiten und vielfachen Fährlichkeiten ausgesetzte, 
Flotte zu dirigiren vermochte. 
Wurden auch die Betriebsausgaben durch die Meilengelder nicht unbeträchtlich erhöht, 
so erreichten doch die Leistungen der gesellschaftlichen Schifte eine vorher nicht gekannte 
Höhe und förderten dadurch die Einnahmen in einem Masse, zu welchem jene Mehr-
	        

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