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Die Entwicklung der Weißgerberei

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Bibliographic data

fullscreen: Die Entwicklung der Weißgerberei

Monograph

Identifikator:
883887894
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6560
Document type:
Monograph
Author:
Ebert, Georg
Title:
Die Entwicklung der Weißgerberei
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
A. Deichert'sche Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XL, 408 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
1.Teil. Die Rohstoffe
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Entwicklung der Weißgerberei
  • Title page
  • Contents
  • 1.Teil. Die Rohstoffe
  • 2.Teil. Die Produktionsprinzipien
  • 3.Teil. Die ökonomische Gestaltung der Weißgerberei
  • 4.Teil. Die topographischen und hygienischen Verhältnisse der Weißgerberei
  • 5.Teil. Der Markt

Full text

31 
Wicklung dieser Länder, dann auch in den zu verschiedenen Hautmate 
rialien führenden Existenzbedingungen und Klimaten der verschiedenen 
Gebiete, was dann auch wieder eine verschiedene Entwicklung der 
Technik zur Folge hat. 
Ein vierter Hauptkonsument des Ziegenfelles, allerdings von mehr 
historischer Bedeutung, ist die Sämischgerberei. Die in Nürnberg *) und 
auch sonst in Bayern stellenweise 9 ) als „Jrher" bekannten Weißgerber 
hatten ihren Namen von der Verarbeitung der Haut des Bockes, welcher 
im Althochdeutschen „Jrah" 3 ) genannt wird; durch das ganze Mittel- 
alter, wie wir noch genauer verfolgen werden, wurden Ziegenfelle von 
den Weißgerbern in großen Mengen sämisch gegerbt, der Weißgerber 
Wolff Aichinger in Freistadt in Niederösterreich z. B. hatte laut Rats 
beschluß vom 3. März 1576 Vorkaufsrecht für die Geiß- und Bock 
häute der Fleischhacker 4 ); allmählich aber ging der Verbrauch des 
Ziegenfelles in der Sämischgerberei in dem Maße zurück, als die vorhin 
genannten Konsumenten mehr und mehr an Boden gewannen. 
Die Herstellung des italienisch-spanischen Pergaments °) aus Ziegen 
fellen, sowie deren Verarbeitung zu Paukenfellen 6 ) sei der Vollständig 
keit halber hier noch angeführt. 
Damit sind die den Hauptbedarf der Weißgerberei deckenden Haut 
materialien erledigt, jedoch muß im Interesse der Vollständigkeit noch 
auf einige Tierarten von gelegentlicher, wenn auch nur untergeordneter 
Bedeutung hingewiesen werden. 
Da im allgemeinen die Haut der Schweine nachdem Schlachten 
dieser Tiere nicht abgezogen wird, ist Schweineleder zu allen Zeiten 
schon seit Homer 7 ) von nur geringer Wichtigkeit, obwohl dieses dünne 
und dichte Hautmaterial für feine und schwere Lederarbeit wohl geeignet 
tväre. Um die Wende des 18. Jahrh, erfahren wir von lohgarem 
Sohlleder aus den Häuten wilder Schweines, gelegentlich auch ver 
wendet man lohgares Schweineleder für Reitsättel und in der Kunst- 
lndustrie 9 ). Stärker noch als in der Lohgerberei scheint der Verbrauch 
Materials in der Weißgerberei zu sein, wo es hauptsächlich für 
attelsitze und für Buchbinderzwecke hergestellt wird"). Die Haupt 
verwendung aber fanden die Schweinshäute in der Pergamentfabrikation, 
'1 Nürnberg M. Ms., 233 ff. -) Augsburg 1722—1778. 
°) Lexer 1872, Bd. I, S. 1449. *) Sperl. 1909, S. 14. 
6 ) Wattenbach 1871, S. 80—81. 6 ) Beckmann 1796, S. 301. 
') Riedenauer 1873, S. 138. 
8 ) Halle 1762, Bd. II, S. 381; Hermstcidt 1807, Bd. II, S. 197. 
9 ) Bücher 1893, S. 191; Rüst 1844, S. 336. 
Prechtl 1838, Bd. IX, S. 236; Wiener 1904, S. 63; Krünitz LXYIII, 
1795, S. 742.
	        

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Die Entwicklung Der Weißgerberei. A. Deichert’sche Verlagsbuchhandlung, 1913.
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