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Durch die Kriegswirtschaft zur Naturalwirtschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Durch die Kriegswirtschaft zur Naturalwirtschaft

Monograph

Identifikator:
891221816
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-76666
Document type:
Monograph
Author:
Neurath, Otto http://d-nb.info/gnd/118587420
Title:
Durch die Kriegswirtschaft zur Naturalwirtschaft
Place of publication:
München
Publisher:
Verlag von Georg D. W. Callwey
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (231 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Durch die Kriegswirtschaft zur Naturalwirtschaft
  • Title page
  • Contents

Full text

231 
stehen wir am Beginn einer Utopistik als Wissenschaft. Sie würde 
jedenfalls unserer Jiugend bessere Dienste leisten, als die überlieferte Wirt 
schaftslehre und Soziologie, die, auf die Vergangenheit und die zufällige Ge 
genwart beschränkt, den gewaltigen Umwälzungen der Kriegszeit und der Re 
volution in keiner Weise gewachsen waren. 
Sich zu viel mit dem Möglichen beschäftigen, hat allerdings manches 
Bedenkliche an sich, insbesondere für den jugendlichen Menschen, aber bisher 
hat man dem Möglichen auf gesellschaftlichem Gebiet zu wenig Raum ge 
schenkt. Abgesehen davon, dan die Utopien den Heranwachsenden über viele 
tatsächliche Zusammenhänge belehren, erkennt man doch dann erst voll das 
Wirkliche, wenn man auch das Mögliche überschaut, schenkt sie ihm noch 
überdies eine gewisse Unbefangenheit und reift sein eigenes Urteil. 
Wie reizvoll ist es doch, seine eigene Zeit wie die Utopia des Thomas 
Morus zu schildern und umgekehrt dessen etwas leere Darstellungen mit 
der Fülle der Gegenwart ausgestattet zu denken! 
Welch stolzer Anblick wäre es, wenn wir dahin kämen, daß wir, die 
Entwicklung erlebend, fortwährend auf Erscheinungen stießen, die wir längst 
vorausgedacht, ja vielleicht vorausgewollt hatten! Gerade auf gesellschaftlichem 
Gebiet haben wir es mit sehr bekannten Elementarkräften zu tun, Erscheinungen 
wie die Radioaktivität treten wohl kaum neu auf. Es ist dies Gebiet der reinen 
Mechanik verwandt, die auch immer neue Konstruktionen zuläßt, aber keine 
•neuen Kräfte kennt. Einst mag ein Geschlecht kommen, welches in der be 
wußten Gestaltung unseres Lebäis, in der bewußten Gestaltung unseres Glücks 
erst das wahre Menschentum sieht und alles, was vorher war, wie ein vorge 
schichtliches Zeitalter betrachtet, in das sich dann viele zurücksehnen mögen, 
wie wir uns in längst vergangene Tage zurücksehnen, freilich oft nur des 
halb, weil wir den Ekel und die Wirrnis der Vergangenheit im geschicht 
lichen Verlauf ähnlich leicht vernachlässigen, wie im eigenen Leben. 
Es ist eine schwere Aufgabe, die Ideen der Zukunft erfolgreich vorzu 
bereiten, denken wir daher nicht verächtlich von jenen, welche die Grund 
lagen der überlieferten Wirtschafts- und Gesellschaftslehre schufen. Sie haben 
den Besten ihrer Zeit genug getan und ihrerseits einer frohen Jugend die Wege 
geebnet. Warum jene Jugend es nicht verstand, diesen Geist des Werdens 
zu bewahren, mag die Weltgeschichte beurteilen, wir können jedenfalls das 
große Werk beginnen, von jetzt an bewußt die Zukunft und das 
Mögliche zu pflegen. Das gilt für die unter uns, die gleich den Alten 
von den Säulen des Herkules aus zuschauen, wie die Sonne weit draußen, 
untergeht, größer als anderswo in der Welt, und tatenlos von einer fernen 
Atlantis träumen, das gilt aber auch für die, welche wie Kolumbus und 
die Seinen den Entschluß und die Kraft aufbringen, die Anker zu lichten, 
um mit vollen Segeln auf jenes beglückende Eiland zuzusteuem.
	        

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Durch Die Kriegswirtschaft Zur Naturalwirtschaft. Verlag von Georg D. W. Callwey, 1919.
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