Full text: Die Selbstkosten-Berechnung industrieller Betriebe

TOS 
auf die Einheit bezögen bei den verschiedenen Einkäufen konstant, 
so vereinfacht die Anwendung eines derartigen Kostenanschlages 
die Kalkulation. 
Methode y: Paritätsmethode: Man bezieht Pottasche 
aus New-York für $ 3654; 
die Gesamtkosten betragen Fr. 1372,— 
die Deckung der Faktur erfordert . . „ 19186,— 
Somit stellen sich $ 3654,— auf . . Fr. 20 558,— 
d. i. für 1 $ der Faktur Fr. 5,62®. 
Solche Umrechnungsverhältnisse („Paritäten“ = feste Zahlen) 
lassen sich ein für allemal oder doch für größere Zeitabschnitte 
berechnen. Die Kalkulation ist einfach: Man rechnet die Preiseinheit 
der Faktur zu den ermittelten Paritätszahlen um (z. B. ß Dollars 
X 5,626). Vgl. das Beispiel S. 109. 
Die ß- und y-Methoden sind nicht immer anwendbar, überdies 
ungenau und gänzlich zu verwerfen, wenn die Bezugskosten häufigen 
Schwankungen unterliegen. Wo sie jedoch regelmäßig zur An 
wendung kommen, sollen ihre Ergebnisse durch eine direkte Kal 
kulation (Methode a) gelegentlich nachgeprüft werden. Mit Nutzen 
können beide Methoden bei Vorkalkulationen verwendet werden, wenn 
unter Berücksichtigung des Tagespreises der Wert des Rohmaterials 
annähernd zu berechnen ist. 
C. Bei wiederholten Bezügen einer Ware von einem Orte ist 
die Berechnung von Kalkulationstabellen vorteilhaft; sie 
zeigen im voraus, wie teuer die betreffende Ware unter Annahme 
eines bestimmten Preises und Deckungskurses einschließlich aller 
Spesen bis am Bestimmungsort zu stehen kommt. Das Verfahren 
soll folgendes Beispiel zeigen: 
Es soll eine Kalkulationstabelle für Zinn von Amsterdam nach 
Leipzig für Preise von Mk. 50,— bis Mk. 65,— für 50 kg und 
für Deckungskurse (einschließlich der Deckungsspesen) von Mk. 
168,— bis Mk. 171,— entworfen werden. Die Preise sind von 1 / i 
zu Vr Gulden, die Kurse von 5 zu 5 Pfg. abzustufen. (Die Ab 
stufungen haben sich nach der Preisnotierung des betr. Börsen 
platzes zu richten.) 
a) Zunächst sind 4 Kalkulationen aufzustellen. Man kann voll 
ständige Kalkulationen für bestimmte Mengen (z. B. im Anschluß 
an das Beispiel S. 104 für 3220 kg) durchführen und daraus den 
Preis für die Verkaufseinheit (50 kg) berechnen oder, wie es hier 
geschehen ist, die Berechnung sofort auf die Preiseinheit beziehen.
	        
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