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dem Entstehen der Rochdaler Konsumgenossenschaft ist das Prinzip
der Verteilung nach dem Umsatz zur allgemeinen Verbreitung gelangt.
Der neue Verteilungsmodus bedeutete für die Konsumgenossenschaften
einen großen Fortschritt; er wurde zu ihrem Lebensnerv.
„Durch diesen Plan der Teilung des Gewinnes mit (!) den Konsumenten,
ohne die eben kein Gewinn gemacht werden kann, wurde die
Existenz der Genossenschaft gesichert. Der Kunde gewann dadurch
ein Interesse an dem Gedeihen der Genossenschaft."«) Mit der Verteilung
des Ueberschusses nach dem Umsatz wurde der Konsumverein
überhaupt erst zur Genossenschaft. „Diese einfache wirtschaftliche Einrichtung",
so sagt Franz Staudinger, „ist die Maschinerie, welche
von nun an überall, wo sie gehandhabt wird, die Genossenschaft ebenso
sicher in einem dem Kapitalismus entgegengesetzten Sinne wirken läßt,
wie das bloße Wenden eines Pumpenrohrs das Wasser in das eigene
Brunnenbecken, statt in die Leitung des Nachbars, fließen läßt."«)
Die Höhe der Rückvergütung ist bei den einzelnen Vereinen
sehr verschieden. Es werden Rückvergütungen von 2%, aber
auch von 10 und 15°/o gezahlt. Bei den meisten Vereinen schwankt
die Rückvergütung zwischen 4 und 10 o/o. In: Durchschnitt wurden
folgende Prozentsätze im Zentralverband deutscher Konsumvereine gezahlt:«)
,
1903 10 o/o 1911 7,6 o/o
1909 8,3 o/o 1912 7,5 o/o
1913 7,4o/o.
Im Allgemeinen Verband betrug die durchschnittliche Rückvergütung
1903 10,7o/o und sank allmählich auf 10,10/0 im Jahre
19124') Im Reichsverband wurden im Jahre 1913 8,9 v/o an Rückvergütungen
gezahlt.«) Von der Höhe der Rückvergütung lassen sich
keine Schlüsse auf die Leistungsfähigkeit eines Vereins ziehen, denn
erstens wird ein mehr oder weniger großer Teil den Reserven und
Spezialreserven zugeschrieben, sowie zu Wohltätigkeits- und Volksbildungszwecken
verwandt,«) und zweitens ist die Höhe der Rückvergütung
bedingt von der Höhe des lokalen Tagespreises. Ist letzterer
verhältnismäßig hoch, so wird in der Regel auch die Rückvergütung
hoch sein.
") Holhoake a. a. O. S. 215.
«) F. Staudinger a. a. O. S. 46.
«) Dem Jahresbericht pes Zentralverbandes für 1913 S. 319 entnommen.
«) Ebenda S. 319.
«) Jahresbericht des Reichsverbandes.
19) Diese Reserven und Ueberweisungen betragen im Zentralverband
durchschnittlich »ft»/» vom Umsätze.