Full text : Die konsumgenossenschaftliche Gütervermittlung, ihre Technik und wirtschaftliche Bedeutung

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letztere  übergreifen,  da  sie  jetzt  unmittelbar  von  den  Folgen  einerniedrigeren
  oder  höheren  Umsatzgröße  betroffen  würden,  und  damit
ihre  Aufmerksamkeit  für  eine  Erscheinung  geweckt  bzw.  erhöht  würde,
die  für  den  Wettbewerb  geeignet  ist.
4.  Es  ist  anzunehmen,  daß  die  verschieden  hohe  Rückvergütung
entsprechend  den  Unkosten  der  einzelnen  Abgabestellen  eine  allgemein
günstige  Wirkung  bei  den  Mitgliedern  Hervorrufen  würde;  sie  würden
mehr  als  vorher  darauf  bedacht  sein,  die  Unko  sten  zu  mindern,
sei  es  nun,  daß  sie  größere  Posten  auf  einmal  entnehmen  würden,
sei  es,  daß  sie  ihre  Entnahme  nicht  auf  wenige  Tage  und  Stunden
der  Woche  legen  würden.
5.  Der  Umsatz  derjenigen  Mitglieder,  die  nun  eine  höhere  Rückvergütung ­
  beziehen  als  vorher,  dürfte  bedeutend  st  e  i  g  e  n.
Anderseits,  und  damit  kommen  wir  auf  die  Nachteile  des  Systems
zu  sprechen,  würden  die  sogenannten  lauen  Mitglieder  einer
Verteilungsstelle  mit  niedrigem  Umsatz,  jetzt  wo  die  Rückvergütung
vielleicht  nur  zwei  oder  drei  Prozent  beträgt,  sich  noch  weniger
zur  genossenschaftlichen  Bedarfsgüterentnahme  hingezogen  fühlen  als
vorher,  wo  die  Rückvergütung  vielleicht  sechs  oder  sieben  Prozent
betrug.
Auch  bei  Werbung  neuer  Mitglieder  in  einer  Gegend,
wo  eine  Verteilungsstelle  mit  niedrigem  Umsatz  bzw.  hohen  Unkosten
bestehen  würde,  würde  die  niedrigere  Rückvergütung  hemmend  wirken. ­
  Umsätze,  die  aber  so  niedrig  sind,  daß  sie  diese  Wirkung  ausüben ­
  könnten,  sind  in  der  Regel  nur  in  neueren  Verteilungsstellen
zu  konstatieren.  Das  hängt  z.  T.  damit  zusammen,  daß  der  Einzelumsatz ­
  neuer  Mitglieder  —  aus  letzteren  werden  sich  ja  die  Entnehmer
neuer  Abgabestellen  zum  größten  Teil  zusammensetzen  —  niedriger
ist  als  der  Umsatz  älterer  Mitglieder.  Diese  sind  bereits  zu  Konsumgenossenschaftern ­
  erzogen,  bzw.  sie  haben  ihre  Vorteile  erkannt,  jene
noch  nicht?«)  Um  aber  die  ungünstige  Wirkung  einer  verschiedenen
Rückvergütung  herabzumindern,  könnte  man  den  neu  eröffneten  Abgabestellen ­
  von  vornherein  einen  M  i  n  i  m  a  l  s  a  tz  an  Rückvergütung
für  einen  bestimmten  Zeitraum  gewähren.  Der  ganze  Verein  hat  ja
ein  Interesse  an  dem  Aufblühen  neuer  Verteilungsstellen,  da  er  durch
die  damit  verbundene  Umsatzvermehrung  Vorteile  beim  Einkauf  usw.
hat.  Er  wird  sich  also  sicherlich  bereit  erklären,  jenen  Minimalsatz,

30 )  Wie  man  mir  sagte,  tritt  in  j>er  Regel  die  erste  starke  Umsatzsteigerung
ein  nach  Auszahlung  der  ersten  Rückvergütung  und  wächst  dann  immer
mehr  an.
            
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