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eine kennen lernten, ist es im Vergleich zn den wenigen Mitgliedern
des Aufsichtsrats bedeutend leichter, die Kontrolle der Abgabestellen
durchzuführen. Am höchsten schätzt man die Tätigkeit
des berufsmäßigen Kontrolleurs. So bemerkt der Verfasser des „Konsumgenossenschaftlichen
Handbuchs für Aufsichtsratsmitglieder", daß
die Kontrolle durch besondere Kontrolleure als die beste bezeichnet
werden kann. „Das Aufsichtsratsmitglied oder das Genossenschaftsratsmitglied
wird in den meisten Fällen dem Verkaufspersonal gegenüber
als Laie auftreten, während der fachkundige, berufsmäßige Ladenkontrolleur
weit wirksamere Arbeit leistet."^) Das eine Kontrollorgan
schließt übrigens das andere nicht aus, sondern Mitgliederausschuß und
berufsmäßige Kontrolleure können einander ergänzen. Es ist hier
»och zu bemerken, daß in den großen Vereinen, wo die Kontrolle
der Abgabestellen nicht mehr direkt oder nur zum Teil direkt durch
den Aufsichtsrat ausgeübt wird, diesem doch die Verantwortung bleibt,
schon aus gesetzlichen Gründen.
Da die kontrollierenden Organe, selbst der Anfsichtsrat, im allgemeinen
nicht das Recht haben, durchgreifende Maßnahmen zu
treffen und etwa aufgedeckten Mißständen abzuhelfen, sondern sich
mit der Feststellung derselben und bloßen Hinweisen begnügen müssen,
so sind die Kontrollorgane verpflichtet, über ihre Beobachtungen dem
Vorstand Bericht zu erstatten, damit dieser dann evtl, eingreife.
Zu diesem Zwecke werden den kontrollierenden Personen Fragebogen
ausgehändigt, die von ihnen anszufüllen und an den Vorstand
zu senden sind. Der Lagerhalter bekommt ebenfalls ein Exemplar,
ein drittes behält das Kontrollorgan.
Interessant ist, welcher Art die zu beantwortenden Fragen sind.
In dem von der Verlagsanstalt deutscher Konsumvereine zu beziehenden
Fragebogen sind ganze 30 Fragen aufgestellt, die sich auf alle
nur erdenklichen Dinge erstrecken. Obwohl dieser Fragebogen schon
in dem vor kurzem erschienenen Konsumgeuossenschaftlichen Handbuch
für Aufsichtsratsmitglieder zum Abdruck gelangte, so ist es doch
wohl keine überflüssige Wiederholnng, wenn ich auch au dieser Stelle
die Fragen wiedergebe, zumal jenes Buch sich nicht an weitere Kreise,
sondern, wie es der Titel andeutet, nur an Aufsichtsratsmitglieder
des Konsumvereins richtet. Die zu beantwortenden Fragen zeigen
uns nämlich, wie die Interessen der Konsumenten bis in alle Einzelheiten
gewahrt bleiben von der Qualität der Verteiluugsgüter an bis
znr Sauberkeit des Käsemessers. Sicherlich trifft man das so in
-) R u p p r e ch t, a. a. O. S. 138.