Full text : Die konsumgenossenschaftliche Gütervermittlung, ihre Technik und wirtschaftliche Bedeutung

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Produktion  der  Konsumvereine  für  den  Umsatz  mit  der  G.  E.  G.  teilweise, ­
  unter  Umständen  sogar  ganz  fort.  Die  von  den  Vereinen  selbst
hergestellten  Bedarfsgüter  machen  aber  bei  vielen  Vereinen  einen  erheblichen ­
  Prozentsatz  vom  Umsatz  aus.
In  den  folgenden  Abschnitten  werden  wir  sehen,  wie  sich  der  Verkehr ­
  mit  den  verschiedenen  Arten  von  Lieferanten  im  einzelnen  gestaltet ­
  und  welche  Eigenarten  sich  ergeben.  Wir  haben  es  dabei
hauptsächlich  mit  dem  Güterbezug  der  Konsumvereine  von  den  Einkaufszentralen ­
  zu  tun.
II.  Der  Gülerbezug  der  Konsumgenossenschaften  von
Erwerbsgeschäften.
Ich  habe  mir  hier  nicht  die  Aufgabe  gestellt,  das  ganze  Gebiet
des  konsumgenossenschaftlichen  Güterbezugs  von  Erwerbsgeschäften
darzustellen;  denn  es  entspricht  in  vielen  Dingen,  besonders  in  seiner
Technik,  dem  Warenbezug  eines  Erwerbsgeschäfts  vom  andern.  Hier
habe  ich  nur  diejenigen  Erscheinungen  herausgegriffen,  die  für  die
Konsumgenossenschaft  als  Käufer  von  Erwerbsgeschäften  besonders
typisch  sind  und  wodurch  sie  sich  von  den  meisten,  in  einzelnen
Punkten  sogar  von  allen  Erwerbsgeschäften  unterscheidet.
Durch  den  großen  Bedarf  und  das  Barzahlungsprinzip  können
die  Konsumvereine,  im  besonderen  ihre  Gesamtorganisation,  die  Großeinkaüfsgesellschaft,
  einen  ungeheuren  Einfluß  auf  ihre  Lieferanten
ausüben.  In  sehr  vielen  Kleinhandelsgeschäften  ist  bekanntlich  das
Umgekehrte  der  Fall.  -Besonders  deshalb  ist  die  Konsumgenossenschaft
ein  angenehmer  Abnehmer,  weil  sie  an  dem  Prinzip  der  Barzahlung
streng  festhält.  Die  Lieferanten  sind  froh,  wenn  sie  einmal  ihre  Waren
nicht  auf  Borg  geben  müssend)
Als  Beispiel  für  die  Macht  der  Konsumvereine  nenne  ich  den
Kampf  mit  dem  Markenartikelverband.  Entgegen  den  Bestimmungen
dieses  Verbandes  hatten  Konsumvereine  unter  den  festgesetzten  Preisen
Bedarfsgüter  abgegeben.  Da  man  auch  fernerhin  nicht  von  dieser  Gewohnheit ­
  abgehen  wollte,  so  verhängte  der  Markenartikelverband  über
die  „Großeinkaufsgesellschaft  deutscher  Konsumvereine"  in  Hamburg  als
Lieferantin  der  Konsumvereine  die  Sperre.  Einige  Mitglieder  aber

ft  Tie  Schulden  für  Bedarfsgüter  in  Prozenten  des  Umsatzes  betrugen
durchschnittlich  bei  den  Konsumenten  des  Zentralverbandes  im  Jahre  1913
2%.  Sie  sind  auf  diese  Zahl  seit  1908  gesunken,  wo  sie  noch  2,8°/o  betrugen. ­
  Der  Durchschnitt  im  Allgemeinen  Verbände  betrug  sogar  nur  1,1  %
im  Jahre  1911.
            
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