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sichrer nur nebenamtlich tätig sind, ferner mögen die Reisespesen sie
von der Beteiligung an den Einkaufstagen abhalten. Man hat deshalb
schon aus der Kasse der Einkaufsvereinigung den kleinen Vereinen
das Fahrgeld zurückerstattet. Nicht zuletzt wird die Ursache
für die geringe Beteiligung darin zn suchen sein, daß die privaten
Lieferanten bei kleinen Vereinen leichteres Spiel haben, bei ihnen
„hereinzukommen".
Tie Vorteile für die kleinen Vereine treten besonders bei größeren
Abschlüssen zutage, wenn es gilt, die Konjunkturen auszunutzen. Die
Einkäufer kleiner Vereine sind über die Konjunkturschwankungen
wenig orientiert. Dagegen besitzen die Einkäufer großer Vereine sehr
viel Routine beim Einkauf, und Fehlgriffe sind bei ihnen verhältnismäßig
selten. Wie wir schon früher sagten, fungieren als Einkäufer
meist die Geschäftsführer der Konsumvereine; sie zeigen eine
große Intelligenz. Gerade auf Grund ihrer Intelligenz sind sie
ja zum Leiter eines umfangreichen Geschäftes geworden und nicht
auf Grund ihres Kapitalbesitzes. Der große Vorteil der Einkaufsvereinigungen
aber ist, daß die Intelligenz jener Leute, ihre große
Erfahrung und Geschicklichkeit auch anderen Unternehmungen zugute
kommt, was volkswirtschaftlich nicht ohne Bedeutung ist. 28 )
Hier fällt der Vorteil der Konsumvereine gegenüber den Erwerbsgeschäften
wieder besonders in die Angen. Die Mitteilsamkeit,
wie sie im organisierten Konsum herrscht, besteht bei den Erwerbsgeschäften
nicht. Im Gegenteil, ein großes Detailgeschäft wird die
2a ) Gerade umgekehrt ist es in den Einkaufsvereinigungen der Kleinhändler.
Dort schließt man die Kleinen aus. Die Leitung des Verbandes
deutscher kaufmännischer Genossenschaften klagt immer wieder darüber, daß
die Einkaufsvereinigungen zu exklusiv sind: „Die Einkaufsbewegung wird
ihrer eigentlichen Aufgabe niemals gerecht, wenn sie eine Domäne der oberen
Zehntausend im Kolonialwarenhandel bleibt." Damit soll natürlich nicht
gesagt sein, daß die Einkaufsvereinigung all jene „höchst überflüssige Existenzen
aufnehmen soll, die ohne Vorbildung und ohne hinreichendes Kapital
ein Geschäft eröffnen in der Hoffnung, nun ein bequemes Dasein führen zu
können", sondern diese Worte der Verbandsleitung auf dem 3. Berbandstage
in Hamburg sind gegen das exklusive Verhalten der Einkaufsvereinigungen
allgemein gerichtet. Der Geschäftsführer einer größeren Einkaufsvereinigung
erklärte mir den Grund für diese Exklusivität mit den einfachen Worten:
Der Große sagt, ich sehe nicht ein, weshalb ich den Kleinen großziehen soll.
Das erklärt auch die Gründung von besonderen Einkaufsvereinigungen der
Großdetaillisten, wie jüngst eine in Frankfurt a. M. für die süddeutschen
Filialbetriebe unter der Rechtsform der G. m. b. H. entstanden ist. Aber
schon dadurch allein, daß bei dem Eintritt in eine Einkaufsgenossenschaft ein
Stammanteil, der in der Regel 200—500 M. beträgt, zuweilen aber niedriger
oder höher ist, erhoben wird, und ferner durch das Prinzip der Barzahlung,
ist es vielen Detaillisten schon unmöglich, beizutreten.