Full text : Die konsumgenossenschaftliche Gütervermittlung, ihre Technik und wirtschaftliche Bedeutung

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eigneten  Verteilungsstelle,  sorgt  für  eine  entsprechende  Einrichtung
und  für  geeignetes  Personal.  Auch  bei  der  Preiskalkulation  und  anderen ­
  Angelegenheiten  steht  der  Basler  Verein  seinen  Abnehmern  bei.
Bemerkenswert  ist  für  diesen  Verkehr  zwischen  Konsumgenossenschaften,
daß  der  Lieferant  trotz  aller  Mühen  die  betr.  Vereine  nicht  zum  Bezüge
von  Fleisch  unbedingt  verpflichtet;  wenn  die  in  Frage  stehenden  Vereine ­
  von  der  Fleischvermittlung  am  Ende  absehen  wollen  oder  vielleicht ­
  glauben,  bei  einem  privaten  Lieferanten  billiger  zu  kaufen,  so
sind  sie  durch  keine  Klausel  gebunden.
Abgesehen  davon,  daß  durch  Lieferung  von  Bedarfsgütern  an
andere  Vereine  der  Umsatz  gesteigert  wird  und  dadurch  allgemein
billiger  produziert  werden  kann,  was  dann  besonders  günstig  ist,  wenn
die  Anlagen  bisher  nicht  voll  ausgenutzt  wurden,  handelt  es  sich  bei
dieser  Art  von  Lieferungen  an  andere  Konsumvereine  um  einen  Gefälligkeitsdienst. ­
  Es  sind  A  n  s  h  i  l  f  e  l  i  e  f  e  r  n  n  g  e  n,  die  dann  wegfallen, ­
  wenn  der  beziehende  Verein  selbst  stark  genug  ist,  um  zur
Eigenproduktion  überzugehen  oder  wenn  er  von  seinem  ehemaligen
Lieferanten  übernommen  wird.
Die  Produktion  eines  Vereins  für  den  eigenen  Bedarf  und  die
nur  nebenbei  bestehenden  Abgabe  an  andere  Vereine  kann  aber  dazu
führen,  daß  der  betr.  Verein  allmählich  oder  auch  von  vornherein  auf
einen  planmäßigen  Ausbau  seiner  Produktionsbetriebe  für  den
Warenverkauf  an  andere  Vereine  ausgeht.  Hier  haben  wir  es  dann
mit  dem  andern  Fall  zu  tun,  daß  Konsumvereine  die  Bedarfsgütervermittlnng
  erwerbsmäßig  betreiben,  wenn  sie  auch  die  Auswüchse ­
  einer  erwerbsmäßigen  Warenvermittlung  nicht  mitmachen.
Auch  hier  ist  die  Tendenz  zu  konstatieren,  daß  die  Vereine  die  Preise
nicht  übermäßig  hochschrauben.  Die  Eigenproduktion  der  Konsum-Vereine
  erstreckt  sich  heute  schon  in  Deutschland  auf  eine  ganze  Reihe
von  Artikeln,  die  für  eine  derartige  Vermittlung  in  Frage  kommen:
Futtermittel,  Dauerfleisch,  Zwieback,  Sauerkraut
usw.  Der  zuletzt  genannte  Artikel  wird  beispielsweise  vom  Mannheimer ­
  Konsumverein  produziert  und  auch  in  größeren  Quantitäten
an  andere  Vereine  geliefert.  Der  Verkauf  geschieht  direkt  oder  durch
Vermittlung  der  Großeinkanfsgesellschaft  in  Hamburg,  in  deren
Warenbericht  der  Artikel  aufgeführt  wird.
Der  schon  erwähnte  Konsumverein  Ludwigshafen  hat  den  Verkauf
von  Wein  an  andere  Vereine  übernommen.  Gerade  die  Vermittlung ­
  dieses  Artikels,  der  so  mancherlei  Fälschungen  unterworfen  ist,
durch  konsumgenossenschaftliche  Organisationen  ist  ein  Fortschritt  in
der  Bedarfsgütervermittlnng.  Der  genannte  Verein  kaust  die  Reben
            
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