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auf dem Stock, wie der Fachausdruck lautet. Nach entsprechender
Behandlung, die unter Kontrolle eines vom Verein bezahlten Küfermeisters
geschieht, wird der Wein in die dem Verein gehörigen Keller
in der Pfalz gebracht. Die Bestellungen, welche bei der Zentralstelle
in Ludwigshafen einlaufen, werden von dort an den Kellermeister
unter Beifügung von zwei ausgefüllten Frachtbriefen weitergegeben.
Der Duplikatfrachtbrief dient als Kontrollmittel und geht nach Ludwigshafen
zurück. Die Vereine, die von diesem Wein beziehen, haben
die Garantie, daß Fälschungen nicht vorgenommen worden sind, daß
der Wein nicht in alten Fässern gelagert hat usw. Verschiedene
Vereine haben die Herstellung von Wein selbst übernommen.
Einen weiteren Fall, wo Konsumgenossenschaften zu Lieferanten
anderer Konsumgenossenschaften werden, entnehme ich einem Referat
von Heinrich Kaufmann aus dem letzten Internationalen Genossenschaftskongreß
in Glasgow. Ich zitiere wörtlich: „Es gibt in Deutschland
eine Anzahl von kleinen Ortschaften, deren Einwohner fast ausschließlich
selbständige Heimindustrielle eines bestinimten Fabrikates
sind. Sie bilden zunächst eine Konsumgenossenschaft, durch die sie nicht
nur Lebens-und Wirtschaftsbedürfnisse, sondern auch das Rohmaterial
für ihre Heimproduktiou beziehen. Hin und wieder vermitteln aber
diese Konsumgenossenschaften auch den Verkauf der Produkte der Heimindustrie.
Dabei kommt es auch vor, daß die Konsumgenossenschaften,
um die ungesunde Arbeitsweise in den kleinen Wohnungen der Heimindustriellen
zu bekämpfen, eigene Produktionswerkstätten errichten
und mehr und mehr neben ihrer konsumgenossenschaftlichen Funktion
die Aufgabe einer Produktivgenossenschaft übernehmen. So übernehmen
Konsumgenossenschaften die Herstellung oder den Vertrieb
von Korbwaren, Glas- und Holzwaren, Textil- und Schuhwaren."
Es sind also die verschiedensten Ursachen, die die Konsumvereine
zu Lieferanten anderer Konsumgenossenschaften gemacht haben. Die
Vermittlung, ausgenommen im ersten Falle, geschieht in der Regel
durch die Großeinkaufsgesellschaft. Man kann annehmen, daß die
konsumgenossenschaftliche Güterprodnktion für andere Vereine noch
an Bedeutung gewinnen wird. Der günstige Standort einzelner
Vereine für gewisse Produkte dürfte von selbst dahin führen.