Die ersten Zahnradlokomotiven.
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229,
Cathearto Lokomotive für dir Wadifon-Indianapolis-Kahn, 1847.
(Erste vereinigte Retbungs- und Zahnradlokomotive.)
Geschichte der ZahnradloKomokive.
Die Geschichte der Zahnradlokomotive hängt eng mit der im ersten Abschnitt S. 130 ff.
gegebenen Geschichte der Zahnbahnen zusammen. Blenkinsop hatte 1811 seine erste
Lokomotive dieser Art bei Murray in Bestellung gegeben, sie wurde ein Jahr später in
Betrieb gesetzt. Auf v 7
stark ansteigender Strecke
vermochte sie zwar ihre
Last mit einer Fahrgeschwindigkeit
bis 5 lern
in der Stunde zu befördern,
auf wagerechter
Bahn war sie aber zu
langsam, besaß zudem
erhebliche Mängel, die
ihrer Verbreitung hinderlichwaren.
Die nächste
und wirklich brauchbare
Zahnradlokomotive
wurde 36 Jahre später
nach Cathcarts Entwurf
von der Baldwin-Fabrik (Philadelphia) für die früher schon genannte Steilrampe
(60°/oo) der Madison-Jndianapolis-Bahn gebaut. Der Antrieb der sämtlich miteinander
gekuppelten Räder erfolgt nach Abb. 229 durch zwei neben der Rauchkammer liegende
Cylinder. Der Vorderkessel war gegen heutige Verhältnisse sehr lang (Heizrohrlänge
5200 min). Etwa in der Mitte der 30 500 kg schweren Lokomotive lag das Antriebzahnrad
, das von zwei senkrecht gelagerten
Dampfcylindern mittels zweier
Rädervorgelege in Umdrehung versetzt
wurde und in die, in der Gleismitte
eingebaute, gußeiserne Zahnstange
eingriff. Ein fünfter (!) Cylinder (oben
auf dem Kessel) diente dazu, das Zahnrad
beim Eintritt in die Steilrampe zu
senken, beim Verlassen derselben zu heben,
um die Lokomotive auf den schwächer
geneigten, ohne Zahnstange verlegten
Strecken als gewöhnliche Reibungslokomotive
zu betreiben. Wir haben also
hier bereits eine vereinigte Zahnrad- und
Reibungslokomotive, wie sie in verbesserter
Form 28 Jahre später von
Riggenbach, dann in vollkommenster Art
1885 von Abt und zwar zuerst in
Deutschland eingeführt wurde.
Die erste brauchbare reine Zahnradlokomotive
zugleich für schmiedeiserne
Zahnstange wurde 1867 von Marsh
und Aiken für die Bergbahn auf den Mount Washington entworfen, nachdem sich eine
1866 von einer Bostoner Fabrik gelieferte Zahnradlokomotive nicht bewährt hatte.
Diese letztere war von der denkbar einfachsten Anordnung und erinnerte an die seltsamen
Lokomotiven jenes Landes, die um das Jahr 1830 aufgetaucht waren. Der
senkrecht stehende Kessel war um zwei Zapfen drehbar, damit er sich auf den verschieden
steil angelegten Zahnrampen stets wieder senkrecht einstellen konnte. Eine Speisepumpe
230.
Znhnradlokomvtivr der Mount Washington Kahn.
Dritte Kanart, 1871.