Ausweichstellen eingleisiger Seilbahnen.
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natürlich das Seil durch entsprechend schrägbezw.senkrechtgestellte Führungsrollen nn
Boaen aefübrt werden. Die obere Tnebrolle erhalt zur Schonung des Seiles emen
großen Durchmesser und zwar je nach dessen Dicke 3 bis 6 na. Bei Wasscrballastbetrwb
genügt Ane einfache Rolle , die nach Abb. 336 meist in die Ebene der oberen Bahnneignng
9 IC9 to! 341 zeigt diese Einrichtung, wie sie am Gießbach (Brienzer Sees besteht. Lo un
mittelbarer Antrieb des Seiles durch eine Kraftmaschine erfolgt, wird dasselbe entweder mel,r-
mals um eine Trommel geschlungen oder um mehrere Rollen (darunter um em Paar kreuWech)
gelegt. Durch diese mehrfache Umschlingung wird eine so große Reibung zwischen Seil und
Trommel bezw. Treibrolle
erzeugt, daß diese ge
nügt, die Wagen bei Still
stand der Kraftmaschine ans
der ungünstigsten Stelle
der Bahn festzuhalten. _
Die Seilbahnen sind
entweder ein- oder zwei
gleisig. Eingleisig sind die
Bahnen auf das Stanser-
horn (Abb. 69), den Monte
San Salvatore (Abb. 342),
den Bürgenstock u. s. w.
Doppelgleisige Anlagen
haben gewöhnlich eine ge
meinsame Mittelschiene, so
daß sie 3schienig erscheinen,
wie die Seilbahn bei Heidel
berg, Lauterbrnnnen (Abb.
334), auf den Beatenberg
(Abb. 339) u. s. w. In
wenigen Fällen hat man
jedem Gleis zwei besondere
Fahrschienen gegeben, hat
dann aber die beiden Jnnen-
schienen dicht neben einander
gelegt. Die Bahn nach
Glion bei Montreux (Abb.
343), sowie der untere Teil
der Linie von Ouchy nach
Lausanne bieten Beispiele
hierfür. Dieser gedrängte
Gleisbau ermäßigt die An
lagekosten, bedingt aber in
der Mitte der Bahn eine
Ausweichstelle, damit die
beiden in entgegengesetzter
Richtung sich bewegenden
Wagen ungehindert einander ausweichen können. Bei Doppelgleisen ist die Ausweichung
(eicht zu machen, auch bei drei Schienen, denn die Mittelschiene braucht nur in zwei
Stränge gegabelt zu werden. Bei eingleisiger Strecke war es umständlicher ), bis Übt
die sehr einfache Anordnung der Abb. 344 hierfür angab. Die Außenschienen ausen
hierbei ohne Unterbrechung durch und die Ablenkung der Wagen aus der Geraden ttt
m *) Am Monte Salvatore ist die Ausweichstelle durch °in° Umsteigestation ersetzt. Beide
Wagen kommen hier gleichzeitig an, und die Reisenden wechseln weselben. I 9
besitzt ihr besonderes Gleis, ant welchem je 1 Wagen läuft. Das Seil ist Umkebrrolle,
meinsam und wird aus der Mittclstation angetrieben. Die obere Station h . . tier [ a ff e n.
so daß beide Wagen auch gleichzeitig auf den Endstationen ankommen und s
343. Kciibah» Tcrritrt-Gtion mit vier Schienen und Niggenbnchschrr
Zahnstange.