Full text : Der Weltverkehr und seine Mittel

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Eisenbahnen:  Stadtbahnen.

Stadttunnel  getrieben  und  die  Gleise  unter  Häusern  fortgeführt  würden,  ohne  letztere
niederreißen  zu  müssen,  wie  Einschnitte  ausgemauert  und  namentlich  Ziegelgewölbe  angeordnet ­
  würden,  um  hohe,  schwere  Gebäude  mit  Sicherheit,  selbst  einseitig  tragen  zu
können,  wie  Eisenträger  das  umliegende  Mauerwerk  durch  ihre  Ausdehnung  und  Zusammenziehung ­
  beeinflussen  würden,  wie  der  Straßenverkehr  oberhalb  der  Bahnarbeiten
aufrecht  zu  erhalten  wäre,  und  eine  Menge  Fragen  ähnlicher  Art.
Wie  schnell  die  Größe  der  Bauten  bei  diesen  Bahnen  mit  zunehmender  Erfahrung
^  wuchs,  mögen  folgende  Bei-A
  spiele  bezeugen.
Als  der  älteste  Teil

der  Bahn  1861  unter  einer
Häusergruppe  am  Crescent-Park
  hergeführt  werden ­
  mußte,  wurden  deren
über  der  zukünftigen  Bahnlinie ­
  stehenden  Teile  niedergerissen ­
  und  nach  Ausführung ­
  des  Tunnelmauerwerks ­
  auf  schmiedeisernen
Kastenträgern  neu  wieder

348.
Stcigrrngsverstältniste  der  East
Landon-Vahn.

aufgebaut.  Vier  Jahre
später  wurden  bereits  in

ähnlichem  Falle  am  Pembridge  Square  die  Häuser  erhalten.  Unterhalb  derselben  wurden
die  Seitenwände  des  Tunnels  nach  und  nach  in  kurzen  Längen  ausgebaut  und  dann  nach
Abb.  349  über  sie  eiserne  Tragbalken  gelegt,  auf  die  sich  wiederum  Querträger  stützen.
Letztere  wurden  durch  die  Gebäudefundamente  gezogen  und  bilden  seitdem  eine  sichere
Unterlage  für  die  Wohnhäuser,  unter  denen  sich  der  gewaltige  Zugverkehr  Tag  und  Nacht
abspielt.  —  Am  Crescent-Park  wurde  die  Küche  der  Häuser  nur  durch  eine  Balkenlage
aus  altem  Schiffsholz  von  der  Bahn  getrennt,  am  Pembridge  Square  sind  bereits  Gewölbekappen ­

  aus  Ziegeln  hierfür  angewandt.  Im  Jahre  1861  hegten  die  englischen
Ingenieure  Zweifel,  ob  Bauten  aus  Stein  und  Eisen  haltbar  sein  würden.  Man  führte
deshalb  die  Front  der  ersten  Station  aus  Holz  auf  und  stützte  sie  durch  15  in  lange
Eisenträger.  Im  Jahre  1865  zögerte  man  beim  Bau  der  Moorgatestation  nicht  mehr,
eine  Ziegel-  und  Sandsteinfront  im  Gewicht  von  26  000  Zentner  auf  41  in  langen
Eisenbalken  zu  errichten.  Wie  sind  seitdem  die  Leistungen  der  Jngenieurkunst  gewaltig
gewachsen!  (Vergl.  hierüber  auch  S.  112  u.  130.)
Die  Bauarbeiten  wurden  noch  dadurch  erschwert,  daß  in  der  Genehmigungsurkunde
der  Bahnanlage  vorgeschrieben  war,  den  Straßenverkehr  nur  in  der  Zeit  von  6  Uhr  abends
            
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