Full text : Der Weltverkehr und seine Mittel

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Flußhäfen.

die  sich  am  Binnenhafen  in  Duisburg  vorfindet.  Ist  es  notwendig,  die  Mündung  oder
eine  andere  Stelle  des  Hafens  zu  überbrücken,  so  soll  die  Unterkante  fester  Brücken  so
hoch  liegen,  daß  Schiffen,  die  von  plötzlich  eintretendem  Hochwasser  überrascht  worden
sind,  jederzeit  die  Einfahrt  möglich  ist.  Ist  dies  nach  Maßgabe  der  örtlichen  Umstände
nicht  zu  beschaffen,  so  kann  man  sich  durch  Anlage  eines  Vorhafens  helfen,  oder  man
kann  über  der  Einfahrt  eine  bewegliche  Brücke,  meist  eine  Drehbrücke,  anordnen.
Das  Hafenbecken  selbst  sucht  man  da  anzulegen,  wo  eine  schon  bestehende  Vertiefung ­
  die  Erdarbeiten  zu  mindern  verspricht;  natürlich  aber  nur  dann,  wenn  keine
anderen  gewichtigeren  Gründe  gegen  die  gewählte  Stelle  geltend  gemacht  werden  können.
Das  Ausheben  der  Massen  erfolgt  vielfach  im  Trockenen  und  zwar  durch  Trocken-461.

  Kai-Anlagen  fit  Antwerpen.

bagger,  da  mit  Handarbeit  in  der  meistens  kurzen  Bauzeit  die  gewaltigen  Erdbewegungen
nicht  ausführbar  sind.  Die  gewonnenen  Massen  sucht  man  in  nutzbarer  Weise  wieder  zu
verwenden,  was  um  so  leichter  ist,  als  die  ganze  Hafenanlage  durch  Dämme  gegen  jede
Gefahr,  die  den  Schiffen  bei  Hochwasser  und  Eisgang  droht,  zu  schützen  ist.  —  Bei  der
Wahl  der  Örtlichkeit  für  den  Hafen  muß  man  auch  berücksichtigen,  daß  durch  die  Bauten
keine  Einschränkung  des  Hochwasserprofils  eintritt,  denn  leicht  wird  hierdurch  an  anderer
Stelle  eine  Verwilderung  des  Flußbettes  und  der  Ufer  hervorgerufen,  ja  es  können  daraus
ernstliche  Gefahren  für  bestehende  Ortschaften  oder  Gebäude  entstehen.  Wenn  nötig,  ist,
wie  beim  Dresdener  Hafen,  durch  Anlage  einer  befestigten  und  ausgebauten  Hochwasserrinne ­
  für  raschen  Abfluß  Sorge  zu  tragen,  damit  die  Einschränkung  des  Profils  hierdurch
wieder  ausgeglichen  wird.  —  Die  Größe  des  Hafens  hängt  von  der  Stärke  des  in  ihm
zu  erwartenden  Verkehrs  ab.  Sie  ist  verhältnismäßig  bedeutend  gegen  die  Ausdehnung
der  Seehäfen,  was  auf  das  wesentlich  geringere  Fassungsvermögen  der  Flußschiffe  zurückzuführen ­
  ist.  So  kann  ein  mittelgroßes  Seeschiff  3500  t  tragen,  dazu  gehören  aber  schon
6  Flußschiffe  bei  2,o  m  oder  16  bei  1,5  in  Tiefgang,  Maße  die  für  viele  Flüsse  noch  nicht
            
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