Object : Die Entwickelung zum Socialismus

"H  "

—  143  —
Untersuchungen  über  ein  bequemes  Milchversorgungssystem ­
  anstellen  lassen,  wobei  die  Milch  vorher  durch
städtische  Angestellte  analysiert  und  sterilisiert  werden
soll.  Die  Urheber  dieses  Planes  weisen  in  einer  Broschüre,
die  den  Titel:  Die  Milchfrau  und  der  Postbote  trägt,  ausdrücklich ­
  auf  die  Thatsache  hin,  dass  man,  ganz  abgesehen ­
  von  dem  hygienischen  Vorteile  einer  communalen
Milchversorgung,  auch  die  ganze  Zeit  einsparen  würde,
die  heute  die  Milchhändlerinnen  beim  Austragen  der  Milch
in  die  Häuser  verschwenden:  für  die  Milchverteilung
reichten  einige  Angestellte  aus,  die  die  Milch  von  Thür
zu  Thür  tragen,  gerade  so,  wie  die  Briefträger  die  Briefe
und  Zeitungen  verteilen.
Wir  wollen  nicht  unnötig  die  Beispiele  vermehren
und  stellen  deshalb  dies  fest:  es  unterliegt  keinem  Zweifel,
dass  der  Staats-  oder  Gemeindebtrieb,  wenn  er  nicht  ausschliesslich ­
  durch  die  Rücksicht  auf  den  Profit  geleitet
wird,  wenigstens  den  einen  Vorteil  hat,  dass  das  Publicum
mit  Producten  versorgt  wird,  deren  Reinheit  und  Echtheit
von  niemanden  in  Zweifel  gestellt  werden  kann.  Die
Ausdehnung  der  Socialisierung  bringt  also  einen  unzweifelhaften ­
  Fortschritt  in  der  Moralität  der  wirtschaftlichen ­
  Beziehungen  mit  sich.
§  6.
DasInteressederkommendenGenerationen.
Neben  den  unmittelbaren  Vorteilen,  die  das  Publicum
aus  der  Socialisierung  zieht,  muss  man  auch  beachten,
dass  der  gesellschaftliche  Betrieb  die  Erhaltung  und  rationelle ­
  Verwendung  der  Reichtümer  des  Bodens  und  des
Untergrundes  in  ganz  anderer  Weise  als  der  capitalistische
Betrieb  garantiert.
Die  Geschichte  der  belgischen  Eisenbergwerke,  die
der  Ausbeutung  durch  ihre  Concessionäre  ausgeliefert  sind,
ist  ein  schmerzlich  lehrreiches  Beispiel,  und  man  kann  die
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.