Full text : Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

Buderussche  Eisenwerke,  Wetzlar.

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PRÄMIENVERLOSUNG.  Um  den  Sparsinn  noch  mehr  zu  heben,  und  gleichzeitig  die
beharrlichen  Sparer  zu  belohnen,  findet  jährlich  eine  Prämienverlosung  statt,  zu  der  die
Gesellschaft  den  Betrag  von  je  xooo  M.  ausgeworfen  hat,  der  nach  besonderen  Bestimmungen
zur  Verlosung  kommt.
FÜRSORGE  FÜR  KINDER.  Während  so  durch  die  vorstehenden  Maßnahmen  für  die
Arbeiter  und  Angestellten  der  Firma  in  weitgehendem  Maße  gesorgt  ist,  hat  diese,  um  noch
ein  Weiteres  zu  tun,  die  Fürsorge  auch  auf  die  Angehörigen  und  insbesondere  auf  die
Kinder  ihrer  Arbeiter  ausgedehnt.  Es  werden  nämlich  seit  dem  Jahre  1908  regelmäßig
kränkliche  Kinder  der  Arbeiter  zwischen  3  und  13  Jahren  zu  einer  vierwöchigen

Verbandszimmer  im  Wohlfahrtsgebäude  der  Sophienhütte,  Wetzlar.
Kur  dem  Soolbad  Orb  auf  Kosten  der  Gesellschaft  überwiesen.  Zuerst  betrug  die  Teilnehmerzahl ­
  50,  die  von  Jahr  zu  Jahr  größer  wurde,  so  daß  im  Sommer  1912  bereits  150
Kinder  diese  segensreiche  Einrichtung  genießen  konnten.  Es  gereicht  hierbei  der  Firma
zu  besonderer  Genugtuung,  daß  die  Erfolge  nicht  ausbleiben  und  daß  die  Kinder  stets
gekräftigt  an  Leib  und  Seele  zu  ihren  Eltern  zurückkehren.
EDUARD-KAISER-STIFTUNG.  Zum  Schlüsse  sei  noch  der  hochherzigen  Stiftung
des  verstorbenen  Generaldirektors  der  Buderusschen  Eisenwerke,  Eduard
Kaiser,  gedacht,  der  anläßlich  einer  Familienfeier  am  7.  April  1911  den  Betrag  von  40  000  M.
in  4  %  Bremer  Staatsanleihe  als  Eduard-Kaiser-Stiftung  hinterlegt  hat,  mit  der  Bestimmung,
daß  die  Zinsen  als  Zuschuß  an  die  Kinder  der  Arbeiter  der  Buderusschen  Eisenwerke  zu
ihrer  Berufsausbildung  zu  gewähren  sind,  soweit  sie  kaufmännische  oder  technische  Mittelschulen ­
  besuchen,  um  ihnen  auf  diese  Weise  ihr  Fortkommen  im  Leben  zu  erleichtern.
            
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